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St. Peter-Ording : Die Zukunfts-Bibel für den Badeort

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Tourismus-Entwicklungskonzept von St. Peter-Ording ist so gut wie fertig und wird am 31. Mai den Bürgern vorgestellt.

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erstellt am 11.Mai.2017 | 14:00 Uhr

Die Arbeiten am Tourismus-Entwicklungskonzept (TEK) für St. Peter-Ording sind so gut wie abgeschlossen. In der jüngsten Sitzung des Tourismus-Ausschusses stellte Frank Siemoneit vom Institut für Management und Tourismus der Fachhochschule Westküste Heide das Wichtigste aus dem 70-seitigen Papier vor. Am Mittwoch (31.) wird die Abschlussversion den Bürgern ausführlich präsentiert und diskutiert. Dann können auch noch Anregungen gegeben werden. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Dünen-Hus. Das letzte Wort hat der Tourismus-Ausschuss in seiner Sitzung am 26. Juni. Interessierte Bürger können das Konzept ab dem 16. Mai bei der Tourismus-Zentrale per E-Mail anfordern unter p.bischoff@tz-spo.de.

Für die Bürger eines der größten Badeorte im Land ist das TEK aus zwei Gründen höchstinteressant: Zum einen sollen mit ihm die Weichen für die weitere Entwicklung des Tourismus in St. Peter-Ording gestellt werden. Zum anderen geht es darin aber auch ganz wesentlich darum, dass der Ort seine Lebensqualität für die Einwohner behält und verbessert. „Es ist insofern ein sehr modernes Konzept, weil es über die Ebene des Tourismus weit hinausgeht und auch die Lebensqualität der Bürger explizit berücksichtigt“, erläuterte Siemoneit.

Im einzelnen wurden folgende fünf Zukunftsfelder bearbeitet: „Demografischer Wandel vor Ort“, „Tourismus- und Förderpolitik“, „Nachhaltigkeit“, „Gäste und Quellmärkte“ sowie „Marketing und Vertrieb“. Dafür werden im TEK Trends, Einflüsse, Betroffenheits-Ebenen, lokale und regionale Ziele, Reaktionsmöglichkeiten, Kernerkenntnisse und erforderliche Aktivitäten formuliert. So lauten beispielsweise die Kernerkenntnise für das Zukunftsfeld „Demokratischer Wandel“: „Einwohner und Erwerbstätige müssen sich in St. Peter-Ording wohlfühlen!“ und „Hochwertiger Tourismus erhöht die Lebensquälität für alle“.

Im Laufe der Sitzung gab es nur einige wenige Ergänzungswünsche. So sollen neben der eigenen Übernachtungs-Statistik der Tourismus-Zentrale auch die Zahlen des Statistischen Landesamtes eingepflegt werden. Ferner soll aufgenommen werden, dass auch seitens der Gemeindegremien verstärktes Augenmerk darauf gelegt werden soll, dass Wohnraum für Arbeitnehmer geschaffen wird.

Erstellt wurde das TEK von einem Strategiekreis. Siemoneit betonte, dass sehr viel Fach- und Sachverstand aus dem Ort in das Konzept eingeflossen sei. „Von den rund 300, die ich bislang erstellt habe, ist es das Konzept mit der größten Eigenleistung.“ Dem Kreis gehören Vertreter der Fraktionen der Gemeindevertretung, des Ortsvereins des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DeHoGa), der IG Dorf, der Wirtschafts-Förderungsgemeinschaft St. Peter-Ording, der Hotels, des Kulturlebens, der Kliniken, Agenturen und der Amtsverwaltung, der Vorsitzende des Tourismus-Ausschusses, Tim Schäfer (AWG), sowie Tourismus-Direktor Rainer Balsmeier und seine Stellvertreterin Constanze Höfinghoff an. Begleitet wird das Projekt vom Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT) und der Fachhochschule Westküste.

Das TEK wird ergänzt durch das Strandentwicklungskonzept, das bis Ende 2017 fertiggestellt sein soll, durch das Einzelhandelsgutachten, das Ende Oktober den Gewerbetreibenden präsentiert wird, durch die Camping-Studie sowie durch das Infrastrukturmodell.

Anhand dieses Konzepts soll nun der Ort in den nächsten zehn bis zwölf Jahren weiterentwickelt werden. „Wir wollen uns daran halten wie an die Bibel“, betonte Höfinghoff in der Sitzung. Bürgermeister Rainer Balsmeier nahm nicht daran teil, da er im Urlaub ist. Bei der Umsetzung werden alle Leistungsträger im Ort gefordert sein, wobei „nicht jeder alles machen muss“, so Siemoneit. Die Ziele könnten nur erreicht werden, wenn zu leistende Aufgaben klar einzelnen Akteuren zugeordnet werden.

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