Wasserturm Niebüll : Die Zeit drängt: Außenputz bröckelt

Erste Putz-Reste haben sich bereits von der Außenwand des Wasserturms gelöst. Foto: Stephan Bülck
Erste Putz-Reste haben sich bereits von der Außenwand des Wasserturms gelöst. Foto: Stephan Bülck

Möglichst rasch soll mit der Sanierung des Niebüller Wasserturmes begonnen werden. Zunächst aber muss die Stadt das Bauwerk auf eigene Kosten mit einem Gerüst versehen. Und das wird deutlich teurer als erwartet.

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15. August 2008, 09:17 Uhr

Niebüll | Den Wasserturm am Bahnhof umgibt seit einiger Zeit ein Bauzaun. Dieser stelle eine Verkehrssicherungspflicht dar, erklärte Vorsitzender Karl-Heinz Schmidt während der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Denn mittlerweile rieselt es von oben herab auf den Fußweg. "Und das ist nicht gerade Taubenkot, was von da runterkommt", so der Vorsitzende. Vielmehr löst sich, wie schon befürchtet, der Außenputz.

"Es besteht Handlungsbedarf", machte Karl-Heinz Schmidt deutlich. Eine Initiative aus Handwerkern und Unternehmern habe sich bereit erklärt, den Turm zu sanieren. Geplant sei ein Vertrag zwischen der Stadt und der Kreishandwerkerschaft. Eventuell, so Schmidt, solle der Wasserturm dann in deren Eigentum übergehen.
Gerüst soll bis zu zwei Jahre bleiben
Bis es allerdings soweit ist, muss, so sieht es eine Absprache vor, die Stadt Niebüll für die vorherige Reinigung des Turms sowie dessen Einrüstung sorgen und aufkommen. "Das Gerüst wird über ein bis zwei Jahre stehen bleiben", berichtete Schmidt. In dieser Zeit sollen die Auszubildenden der Kreishandwerkerschaft den Wasserturm in einen ansehnlichen Zustand zurückversetzen.

Nun taucht ein neues Problem auf: Statt der für das Gerüst zunächst eingeplanten 3 000 Euro jährlich muss die Stadt wohl tiefer in die Tasche greifen. Nach ersten Informationen werden bis zu 8 000 Euro pro Jahr fällig. "Das ist doch eine andere Hausnummer", lautete ein Hinweis von Udo Schmäschke, Vertreter des Amtes Südtondern. Er riet dazu, bis zur nächsten Sitzung am 4. September Vergleichsangebote einzuholen. Das soll nun geschehen. Allerdings, so Karl-Heinz Schmidt, werde an der Höhe der Summe wenig zu rütteln sein.
"Wir haben keine große Wahl."
Auch Rolf Dieter Oster sprach sich dafür aus, weitere Angebote einzuholen und dann, unabhängig von den Kosten, wie geplant fortzufahren. "Wir haben letztendlich keine große Wahl. Einen Abriss sollten wir verhindern." Mit sechs Ja-Stimmen und bei zwei Enthaltungen wurde entsprechend abgestimmt.

Für Ausschussvorsitzenden Karl-Heinz Schmidt steht fest: "Das öffentliche Interesse an dem Wasserturm ist da, und wir sind für das historische Gebäude verantwortlich."

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