Zwischen Bohmstedt und Almdorf : Die wahre Geschichte vom „versunkenen See“

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Was nach einer Legende klingt, wird in den Chroniken der Gemeinden erklärt.

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13. Dezember 2017, 14:34 Uhr

Bohmstedt | Es gab im Gebiet zwischen Bohmstedt und Almdorf einen großen See, der sich bis zur Arlau erstreckte. Durch Eindeichungsmaßnahmen verschwand er. Übrig blieb der sogenannte „versunkene See“ in Almdorf, der viele Jahre als Badekuhle diente. Was nach einer Legende klingt, wird in den Chroniken der Gemeinden Almdorf und Bohmstedt erklärt.

Südlich des Dorfes, im jetzigen Almdorfer Koog, von den Bewohnern allgemein dat Reith land genannt, traten Arlau und Ostenau früher regelmäßig über die Ufer. Das unter dem Meeresspiegel liegende Gebiet wurde überflutet. Noch bis in die 1950er- Jahre war es als Almdorfer See bekannt. Der eigentliche Almdorfer See war ein Gebiet unmittelbar am ehemaligen Verlauf der Ostenau. Er erstreckte sich von etwa 500 Meter südlich der Almdorf-Bohmstedter Straßenbrücke bis hin zur Arlau. Das Gebiet, ehemals durch einen breiten Graben abgegrenzt, war durch die tiefe Lage unmittelbar an der Au als erstes überschwemmt und als See erkennbar.

Die Almdorfer Bauern konnten das Land nur zur Heugewinnung nutzen. Eine auf eisernen Trägern liegende Bohlenbrücke über die Ostenau diente zum Heranholen des Heus.

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