Die Tönninger können aufatmen

Hoher Besuch: Staatssekretär Frank Nägele (r.) auf dem Eidersperrwerk in Begleitung von Christina Ruddeck und Hans-Heinrich Witte.
Hoher Besuch: Staatssekretär Frank Nägele (r.) auf dem Eidersperrwerk in Begleitung von Christina Ruddeck und Hans-Heinrich Witte.

Staatssekretär des Verkehrsministeriums besuchte das Wasser- und Schiffahrtsamt: Einrichtung nach jetzigem Stand "nicht gefährdet"

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15. Oktober 2012, 07:37 Uhr

Eiderstedt | "Nach dem heutigen Stand ist das Wasser- und Schifffahrtsamt in Tönning nicht gefährdet", betonte Staatssekretär Dr. Frank Nägele, Amts-Chef im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein bei einem Besuch der Einrichtung. Denn von Seiten der Bundesregierung gibt es Pläne, die von der Auflösung oder Zusammenlegung mehrerer Wasser- und Schifffahrtsämter ausgehen. "Allerdings ist es möglich, dass hier der eine oder andere Arbeitsplatz wegfällt", so Nägele weiter. Derzeit seien die gut 200 Stellen in der Eiderstadt aber nicht bedroht, machte der Staatssekretär nochmals deutlich.

Der Hafen in Tönning sollte - wie andere kleinere Häfen auch - nach dem Wunsch der vorherigen Landesregierung kommunalisiert werden. Aber die Stadt wäre nur dann zur Übernahme bereit gewesen, wenn vorher alle Sanierungsmaßnahmen getroffen und vom Land bezahlt worden wären. Derzeit gibt es aber im neu besetzten Ministerium eine Diskussion, ob es deshalb nicht doch letztlich kostengünstiger wäre, die betroffenen Häfen in Landesregie zu behalten, denn auch die Regierung würde nur Häfen in einwandfreiem Zustand übergeben wollen.

Ein weiteres wichtiges Thema für Eiderstedt ist der Ausbau der Bundesstraße 5. Dazu Staatssekretär Nägele: "Wir stehen zum dreistreifigen Ausbau der B 5, wie es vorgesehen ist." Auf die Frage, wieso es denn zum Teil zu einer wiederholten Überprüfung längst verworfener Trassenführungen komme (etwa in Tating, wir berichteten), antwortete Nägele, dass man sich - beson-ders als neue Regierung - vorbehalte, eine solche Maßnahme im jetzigen Stadium genauestens zu überprüfen, um alle nur möglichen Fehler im Vornherein zu vermeiden.

Der Informationsbesuch des Staatssekretärs endete in Begleitung der Chefin des Tönninger Wasser- und Schifffahrtsamtes, Christina Ruddeck und dem Präsidenten der Wasser- und Schifffahrtsdirektion in Kiel, Dr. Hans-Heinrich Witte, am Eidersperrwerk. Nägeles Reise solle nach seinen Worten beweisen, dass in seinem Ministerium die Nordsee in Schleswig-Holstein nicht vergessen werde. Er sagte: "Wir haben die Westküste fest im Blick."

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