Die Suche nach einer idealen Lösung

Gemeinde Langenhorn lotet aus, in welcher Form der bestehende Windpark erweitert werden kann / Bürger werden zu Infoabend eingeladen

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21. Oktober 2011, 07:59 Uhr

Langenhorn | Der neu hergestellte Windpark mit vier Anlagen steht seit mehreren Wochen, und schon geht es in die nächste Runde. Die Gemeinde Langenhorn hat weitere Windeignungs flächen zugewiesen bekommen, und demnächst soll ausgelotet werden, was in Form einer Erweiterung des bestehenden Windparks möglich ist. Der Bürgermeister hofft auf eine ideale Lösung, damit alle Einwohner zufrieden sind.

Zufrieden waren nämlich längst nicht alle mit dem Bau des jüngst aufgestellten Bürgerwindparks. Es gab lange Zeit massive Proteste von der Bürgerinitiative "Lebenswertes Langenhorn" (wir berichteten). Um die Meinungen der Bewohner über eine angedachte Erweiterung zu hören, veranstaltet die Gemeinde in der 47. beziehungsweise 48. Kalenderwoche einen Infoabend zu dem Thema. Der genaue Termin wird per Einladung an alle Haushalte rechtzeitig bekannt gegeben. "Wir möchten darüber reden, was auf der Fläche denkbar ist und wie viele Anlagen welcher Art dort stehen könnten", so Bürgermeister Horst Petersen bei einem Pressegespräch. Außerdem wird die Änderung des Flächennutzungsplanes vorgestellt.

Die neu aufgestellten, 150 Meter hohen Anlagen müssen mit einer bedarfsgerechten Befeuerung ausgestattet sein. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Ingbert Liebing hat der Gemeinde versprochen, sich für Radaranlagen im Rahmen eines Pilotprojektes einzusetzen. Sollte das beim Ministerium genehmigt werden, muss das rote Licht der Befeuerung nicht mehr ständig leuchten, sondern nur dann, wenn sich ein Flugzeug nähert.

Pro genehmigtem Kindergartenplatz will der Kirchenkreis Nordfriesland in Langenhorn eine Erhöhung um 65 Prozent auf 185,49 Euro der Verwaltungskostenbeiträge durchsetzen. Mitte Juli erhielten alle entsprechenden Kommunen über die jeweiligen Erhöhungen Bescheid, ab 1. August sollte der neue Beitrag greifen. Das Amt Mittleres Nordfriesland griff das Thema auf und beschäftigte sich mit der Sachlage. Alle Gemeinden im Amtsbereich legten Widerspruch gegen den Bescheid ein. Ein Gespräch mit dem Kirchenkreis wird es am 10. November geben. "So geht man nicht mit Vertragspartnern um", meinte Horst Petersen verärgert. Die anvisierte Erhöhung ist erst einmal bis zum 1. Dezember ausgesetzt.

Weitere Themen in Langenhorn: Die Bebauung des Geländes "Nis Boy Jensen" am Langenhorner Kreisel ist "auf Eis gelegt". Ursprünglich wollte ein Investor dort einen Discountermarkt bauen lassen, doch aus innerbetrieblichen Gründen wurde daraus nichts. Für Efkebüll ist die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges geplant. Das jetzige Gefährt hat 31 Jahre auf dem Buckel und ist nicht mehr zeitgemäß, so Horst Petersen. Die Investitionssumme soll im Haushalt 2012 berücksichtigt werden.

In der Klaus-Groth-Straße gibt es Probleme mit der Oberflächenentwässerung und dem Abwasser. Aufgrund von Absackungen läuft das Wasser nicht mehr vernünftig ab. Nachdem die Kanalisationsverfilmungen ausgewertet worden sind, werden die Anwohner über die weitere Vorgehensweise in einer gemeinsamen Zusammenkunft informiert.

In Sachen Breitbandnetz teilte der Bürgermeister mit, dass mit den notwendigen Arbeiten vermutlich nicht 2012 begonnen wird. Sein Dank galt der Langenhorner Firma Autzen, die über mehrere Stunden die Badekuhle ausgebaggert hat und zwar kostenlos.

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