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Grosse Pläne beim TSV Husum : Die Sportler brauchen mehr Platz

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der TSV Husum 1875 würde gerne in der Osterhusumer Straße bauen – aber zunächst einmal muss noch mit der Stadt gesprochen werden. Der gehört das 1,7 Hektar große Grundstück, dass der Vereinsvorstand ins Auge gefasst hat.

Es ist alles noch ein bisschen im Nebel, aber Töne der Zukunftsmusik schwingen bereits durch diesen hindurch. Aktuell hat der TSV Husum 1875 fast 1850 Mitglieder und ein breitgefächertes Sportangebot, doch einfach zu wenig Platz und Ausdehnungs-Potenzial am Vereinssitz in der Adolf-Brütt-Straße. So macht man sich schon seit längerem Gedanken darüber, wie die Situation entschärft werden könnte. Und ein schönes Grundstück hat der Vorstand auch schon im Visier: In der Osterhusumer Straße – zwischen Husumer Mineralbrunnen und dem Bundeswehrgelände – stehen etwa 1,7 Hektar Fläche zur Verfügung. Die Stadt Husum als Eigentümerin habe signalisiert, dass man gesprächsbereit wäre, soDetlev Hansen, der erste Vorsitzende des TSV Husum.

Mit möglichen Finanziers hat er bereits erste Kontakte aufgenommen. „Wir reden von fünf bis sieben Millionen Euro Bausumme“, sagt er. Daher müsse alles wohlüberlegt sein, aber die Mitglieder hätten grundsätzlich ihr Einverständnis erklärt.

Die Osterhusumer Straße biete jede Menge Platz, so Hansen weiter. Allerdings gehe es nicht darum, die größte Halle zu bauen. Vielmehr liege der Schwerpunkt beim Gesundheitssport. Räume mit etwa hundert oder zweihundert Quadratmetern sollen entstehen, in denen die vielfältigsten Sportarten angeboten werden können. Auch eine Kooperation mit anderen Vereinen und Institutionen kann sich Hansen vorstellen, um die Räumlichkeiten zu finanzieren und ausreichend zu nutzen. Die große Fläche ließe auch Außenanlagen zu, so dass man internationale Camps anbieten könne. Aus der Schweiz etwa gebe es diesbezügliche Anfragen.

Geld wird auch bereits gesammelt: Die letzte Beitragserhöhung vor ein paar Jahren sei zweckgebunden gewesen und der eine Euro mehr schon in die Rücklage gewandert, sagt Hansen. Wenn die Finanzierung gesichert und alle vorbereitenden Gespräche geführt wären, würden aber dennoch mindestens noch zwei bis drei Jahre voller Planungen, Ausschreibungen und dem Bau selbst vergehen, bis Einweihung gefeiert werden könne. Das jetzige TSV-Heim, das zu 100 Prozent dem Verein gehört, sowie der 50-prozentige Anteil an der Jahnsporthalle sollen dem Verein erhalten bleiben.

Bei der Stadt äußert sich Kämmerer Peter Seidel allerdings zurückhaltend über die Pläne. Seidel ist unter anderem zuständig für die städtischen Liegenschaften, zu denen auch das Grundstück in der Osterhusumer Straße gehört. „Zusammen mit meinem Kollegen aus der Liegenschaftsabteilung haben wir mit Herrn Hansen im Januar 2013 ein Gespräch über das besagte Grundstück geführt. Ihm ging es darum zu erfahren, ob die Stadt sich einen Verkauf des Grundstücks an den Verein vorstellen könne und falls ja, zu welchen Bedingungen“, so Seidel. Zu beiden Punkten habe er klare Aussagen gemacht, bitte aber um Verständnis darum, Details zu Grundstücksverhandlungen nicht in der Öffentlichkeit preisgeben zu können. „Wir sind seinerzeit so verblieben, dass innerhalb des Vereins diese Antworten diskutiert werden sollten. Seitdem habe ich nichts mehr gehört.“ Für ihn sei daher noch nichts spruchreif. Und die Entscheidung über den Verkauf falle ohnehin in die Zuständigkeit des Stadtverordnetenkollegiums.

Ganz offenbar muss es wohl in nächster Zeit noch eine Unterhaltung zwischen Verein und Stadt geben.

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