Training für junge Segler : Die Segler-Schmiede in Friedrichstadt

Segeln wie die Großen: Die Kinder und Jugendlichen zeigen auf der Treene ihr Können.
Segeln wie die Großen: Die Kinder und Jugendlichen zeigen auf der Treene ihr Können.

In Friedrichstadt findet die Opti-Woche statt – zum 47. Mal lernt der Nachwuchs auf der Treene den Umgang mit Schot und Pinne.

shz.de von
16. August 2018, 06:00 Uhr

„Kein Jahr ist wie das vorangegangene“, erklärt Dr. Daniel Schade. Damit meint der Vorsitzende des Segel-Clubs Friedrichstadt die Opti-Segelwoche mit Kindern und Jugendlichen aus ganz Schleswig-Holstein, die gerade in vollem Gange ist. Unterschiedlich hoch fällt in jedem Jahr auch die Teilnehmerzahl aus: Während 2011 rund 70 Mädchen und Jungen dabei waren, sind es bei der diesjährigen 47. Veranstaltung 30.

Schade selbst nimmt schon zum 21. Mal teil und beobachtet gerade die jungen Segler auf der Treene. Torsten Schumacher aus Husum gibt Anweisungen über das Megafon. Zwei motorbetriebene Rettungsboote kreuzen zwischen den kleinen Opti-Segelbooten und geben den Nachwuchs-Seglern praktische Tipps. „Windstärke zwei und Westwind“, taxiert der Segelclub-Chef am Ufer. „Ja doch, das ist ganz schön.“

Bei Flaute geht nichts, bei Sturm ebenfalls nicht. Zumeist bringen die Teilnehmer ihren eigenen Opti mit. „Das klappt aber nicht immer“, sagt Schade. „Sieben Optimisten haben wir vom Verein aus diesmal verliehen.“ Fröhliche Namen sind an den Seitenwänden aufgemalt: Söte Deern, Finchen, Smile, ay caramba oder Nane. Diesmal bleiben die Schleswig-Holsteiner fast unter sich. „Fast“, berichtigt Schade. „Denn Max kommt aus Berlin. In den Vorjahren waren hier aber auch öfter mal Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg oder sogar die Tschechische Republik vertreten.“

Neben dem idyllisch gelegenen Seglerheim ist für die Opti-Woche, die am Sonnabend endet, eine kleine Zeltstadt entstanden. Auf einem Platz in der Mitte finden Federball- und Fußballspiele statt. Bewacht wird das Camp von erwachsenen Betreuern. Der Tagesablauf hat sich in all den Jahren eingespielt: 7.30 Uhr Aufstehen, 8 Uhr Frühstück und danach im Wechsel theoretischer Unterricht und segeln. Alle Mahlzeiten gibt es im Seglerheim. Neben einem Wochenprogramm mit Tretbootfahren durch die Grachten und der beliebten Disco haben die Mädchen und Jungen auch Zeit, in die Stadt zu gehen.

Wie gefällt es den jungen Teilnehmern? Justus (13) kommt aus Preetz und ist das vierte Mal dabei: „Toll, dass man hier jeden kennt. Eine gute Gemeinschaft“, sagt er. Das erste Mal ist Nele (10) aus Eckernförde mit von der Partie. Sie gehört zur Gruppe 1 (das sind die Profis) und fühlt sich so wohl, dass sie gerne wiederkommen möchte.

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