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Gärtnerin mit grünem Daumen : Die Riesen-Zucchini aus Oldenswort

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Fast einen halben Meter groß und 6,5 Kilo schwer ist die Frucht, die Sylke Dressel geerntet hat.

Knapp 6,5 Kilogramm wog eine Zucchini, die Sylke Dressel vor wenigen Tagen in der in ihrem Oldensworter Schrebergarten erntete. Das war selbst für die erfahrene Hobbygärtnerin eine kleine Sensation, denn eine derart schwere und über einen halben Meter große Frucht dieser Art hat sie noch nicht in ihren Händen gehalten. Bis dahin hatte sie auf dem 150 Quadratmeter großen Beet auf dem Gelände des Kleingartenvereins des Dorfes bereits rund vier Zentner der Kürbisgewächse geerntet. Den größten Teil brachte sie zusammen mit anderem Gemüse zur Tönninger Tafel, wo die Vitaminbomben dankbare Abnehmer fanden. Die ertragreichen Pflanzen setzte sie erst in diesem Frühjahr. Sie stammen aus den Kernen von geschenkten Zucchinis, die sie zunächst auf dem Kompost entsorgt hatte.

„Wir wissen, was wir essen.“ Das ist für Sylke Dressel ein Grund, weshalb sie sich so gerne dem Anbau von Gemüse aller Art widmet, zumal der fruchtbare Boden keinen Dünger benötigt. Sie gehört zu den wenigen Freizeit-Gärtnern, die auf dem 5000 Quadratmeter großen Areal am Königkampweg ihre Parzellen bewirtschaften. „Wir suchen neue Mitglieder“, betonte der Vorsitzende des Vereins, Thorben Hansen, denn auf dem sonnigen Gelände in Südwestlage sind infolge des altersbedingten Ausscheidens einiger Mitglieder Teilstücke frei geworden. Rund die Hälfte der Fläche dient gegenwärtig als Weide für Pferde.

Zu den Aktiven gehört auch Hauke Koopmann. Er erinnerte daran, dass der 1947 gegründete Verein in der Nachkriegszeit 140 Mitglieder zählte. „Die Ernte trug damals wesentlich zur Versorgung der Einwohner und Flüchtlinge mit Kartoffeln, Wurzeln und Bohnen bei“, sagte er. Damals befand sich die Anlage noch am Broder-Jacobs-Weg. Nach einer Zwischenstation an der Harblecker Chaussee befindet sich das Gartengelände seit 1968 auf Kirchenland an der jetzigen Stelle. Hier können Fahrzeuge abgestellt und in einem Unterstand die Arbeitsgeräte gelagert werden. Viel Zeit verbringt dort auch Helmut Bienek, der nicht nur die Arbeit an der frischen Luft schätzt, sondern auch die Geselligkeit. So feiern die Vereinsmitglieder am 14. Oktober ein Erntedankfest.

Wer an einer Mitarbeit interessiert ist, kann sich mit Thorben Hansen in Verbindung setzen (Telefon 04864/804). Neben einem Jahresbeitrag von zwölf Euro ist eine Pacht von 7,50 und 20 Euro für Parzellen zwischen 50 und 150 Quadratmetern Größe zu entrichten.

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