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Neuer Bürgermeister für Tönning : Die Politik bestimmt die Kandidaten

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Tönninger Fraktionen bereiten die Wahl des Bürgermeisters vor. Die Amtszeit von Frank Haß endet am 31. Dezember. Die Fraktionen werden nun Kandidaten vorschlagen. Am Ende hat dann der Bürger das Wort. Ein Wahltermin steht noch nicht fest.

Mit der Vertagung eines Tagesordnungspunktes begann die Stadtvertretersitzung in Tönning. Bürgervorsteher Stefan Runge (SPD) erläuterte: „Die geplante Aufstellung und Auslegung des Bebauungsplanes 28 – Wohnungsbau Badallee – ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Vertragliche Dinge müssen noch mit dem Investor geklärt werden.“

Dann ging es um die Ausschreibung der hauptamtlichen Bürgermeisterstelle. Die Dienstzeit von Frank Haß endet am 31. Dezember. Alle Vertreter waren sich einig, dass der Posten wieder hauptamtlich besetzt werden soll. Wegen einer Änderung des Paragrafen 57 Gemeindeordnung war nun strittig, ob die Parteien oder Wählergruppen sich um einen Kandidaten zu kümmern haben und parallel dazu oder ausschließlich eine Stellenausschreibung von der Stadt erfolgen müsste. Vorsorglich holte die Verwaltung Rat bei Kommunalaufsicht und Innenministerium. Fazit: eine Stellenausschreibung ist nicht nötig, weil das Verfahren nun den Parteien obliegt. Die Stadtvertreter bestimmten jeweils zwei Vertreter aus jeder Fraktion in den Wahlausschuss unter Vorsitz von Mathias Hasse. Dabei sind für die CDU: Petra Kohrts, Jörg Rombach, SPD: Herbert Schulz, Elisabeth Hinrichs, SSW: Kirsten Schlickert, Helge Harder, AWT: Mery Ebsen, Hauke Schmidt. Er tagt öffentlich am Dienstag, 4. März, ab 19 Uhr im Rathaus. Über den Bürgermeister entscheiden aber am Ende wieder die Bürger.

Einstimmig beschloss das Gremium, die Kündigung der Mitgliedschaft in der Tourismuszentrale Eiderstedt (TZE) zum nächstmöglichen Termin – 31. Dezember 2015 – vorzunehmen. Sollte bis dahin die Überführung der TZE in eine Lokale Tourismus Organisation (LTO) mit Geschäftsführung in St. Peter-Ording umgesetzt worden sein oder bevorstehen, soll die Kündigung zurückgezogen werden. „Ich glaube allerdings nicht mehr an eine LTO“, erklärte Haß. Seit 18 Monaten werde an einem professionellen Konzept gearbeitet. Dennoch sei in Garding eine Tourist-Info mit Tourismus-Manager aufgemacht worden. „Mir fehlen die Worte. Ich fühle mich veräppelt“, so Haß. Offenbar soll dort wieder das eigene Süppchen gekocht werden – und das trotz gutachterlich bescheinigter Unwirtschaftlichkeit. Tönning habe die LTO mit Hilfe der Manpower aus St. Peter-Ording befürwortet.

Für den Antrag der SPD, aus den Reihen der Stadtvertretung einen Arbeitsausschuss „Projekt Tönning 2025“ zu bilden, votierte das Gremium einstimmig. Der Ausschuss soll sich mit der Stadtentwicklung und langfristiger, ganzheitlicher Planung städtischer Projekte befassen und Empfehlungen abgeben. In der nächsten Hauptausschuss-Sitzung sollen Details besprochen werden. „Wir möchten damit erreichen, dass wir uns konkrete Gedanken machen, wie unsere Stadt in zehn Jahren aussehen soll. Tönning soll unter allen Gesichtspunkten, auch des demografischen Wandels, vorangebracht werden“, erklärte Stefan Runge. „Ich befürworte das. Wir entwickeln so ein Leitbild. Dabei sollten wir Bürger und Vereine mitnehmen“, betonte Haß.




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