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Im zweiten Anlauf : Die neue Segler-Saison kann beginnen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Eigentlich hatten die Mitglieder der Husumer Segler-Vereins ihre Boote vor einer Woche ins Wasser setzen wollen. Doch da war der Wind zu stark. Jetzt holten sie die Aktion nach und starteten damit in die neue Saison.

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erstellt am 02.Mai.2017 | 16:30 Uhr

„Boote zu Wasser“ stand auf dem Kalender des Husumer Segler-Vereins von 1928. Rechtzeitig zum Saisonstart sollten die rund 20 Boote aus den Winterquartier dem nassen Element überlassen werden. Doch beim ersten Termin vor einer Woche spielte das Wetter verrückt: „Wir hatten Windstärken bis 9, und der Wind kam von West bis Südwest“, erklärte der Vereinsvorsitzende, Hargen Johannsen. Es bestand Gefahr, dass die Boote gegen die Kaimauer gedrückt werden könnten.“ Aus diesem Grunde wurde die Aktion um eine Woche verschoben.

Eine umsichtige Entscheidung, die Petrus mit lauem Wind und reichlich Sonnenschein quittieren sollte. Insgesamt 21 Boote auf Trailern standen am Außenhafen bereit. Und schon bevor, aber auch während die Boote ins Wasser gelassen werden konnten, musste einiges beachtet werden. „Die Trailer und Anhänger müssen TÜV-zugelassen sein, da es sich am Außenhafen um eine öffentliche Straße handelt“, erläuterte Segler-Urgestein Matthias Schenke. „Zudem muss, wer hier mit anpackt, seinen Schutzhelm aufsetzen“, ergänzte Johannsen. Sicherheit habe oberste Priorität. Rangiert wurden die Boote dann mit dem Vereinstraktor, der übrigens bei weitem älter ist als manches Segelboot. Baujahr 1960, 20 PS“, lüftete Schenke das Geheimnis.

Die Aktion ist für Bootsbesitzer alle Jahre wieder ein besonderes Erlebnis. „Jetzt kann es nach langer Pause endlich wieder losgehen“, freute sich Bernd Lippert. Bevor seine 32 Jahre alte Stine mit ihren gut fünf Tonnen Gewicht ins Wasser gelassen wurde, streichelte er ihr liebevoll den Schiffsbug. „Erst vor einem Jahr habe ich das gute Stück erworben“, verriet er. Davor nannte er einen 30-Tonner sein Eigen. Die erste Tour mit Stine soll an allen nordfriesischen Inseln vorbeiführen.

Wie Lippert setzt sich jeder der Segler seine ganz eigenen Ziele. Aber es gibt auch viele Gemeinsamkeiten. So wird der Vereinsvorsitzende die Mitglieder in den kommenden Tagen zum Ansegeln nach Pellworm auffordern. Seglerischer Höhepunkt aber ist – wie immer – die Heverregatta und natürlich die Pflege der Seglergemeinschaft.

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