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Stopp für Baumkletterer : Die Krähen dürfen bleiben

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Stadt Friedrichstadt darf keine Baumkletterer in Marsch setzen, um im Großen Garten Krähennester aus den Bäumen zu entfernen. Im Bereich des dortigen Kindergartens haben die Vögel 14 Nester errichtet.

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erstellt am 20.Mär.2015 | 12:15 Uhr

Friedrichstadts Bürgermeister Eggert Vogt, Eltern und die Kindergartenbetreiber von der ADS hatten darauf gehofft, doch das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LANU) in Flintbek, hat dem Ansinnen, einen Baumkletterer in den Kampf gegen die Krähen zu schicken, eine Absage erteilt. Fachreferent Rüdiger Albrecht sagte dazu auf Anfrage: „Während der Brutzeit gibt es dazu keinerlei Ausnahmen, nirgendwo.“

Er zeigte sich gegenüber unserer Zeitung ein wenig verwundert darüber, dass die Stadt einen Antrag auf eine Sondergenehmigung zur Entfernung von 14 Krähennestern im Bereich des Kindergartens im Großen Garten gestellt hat. Denn, so der Fachmann, bereits als der Bebauungsplan für das Seniorenheim im Großen Garten ausgearbeitet worden sei, „haben wir darauf hingewiesen, dass die Krähen weiterziehen, wenn ihre Brutbäume gefällt werden. Insofern konnte der Nestbau auf den Bäumen im Bereich des Kindergartens eigentlich keine Überraschung sein.“

Albrecht räumt aber ein, dass wenn die Stadt rechtzeitig angefragt hätte, sicherlich eine Genehmigung zur Vergrämung der Vögel erteilt worden wäre, aber niemals in der Brutzeit.

Der landesweit anerkannte Krähenfachmann, der bereits vor zwei Jahren zu einem öffentlichen Workshop in die Kultur- und Gedenkstätte Ehemalige Synagoge gekommen war, um mit den Bürger über das Thema Krähen zu debattieren, hatte seinerzeit ein schlüssiges Konzept von der Stadt gefordert. „Das liegt bis heute nicht vor. Darüber können wir dann ja debattieren.“ Er erklärte sich bereit, erneut nach Friedrichstadt kommen zu wollen, wenn das Thema Krähen in der Stadt erneut beraten werden sollte.

Zum Problem der Krähennester im Bereich des Kindergartens sagte er unter anderem, dass es bislang keinen wissenschaftlichen Beweis dafür gebe, dass durch den Krähenkot eine gesundheitliche Gefahr für Menschen bestehe. „Allerdings, das muss ich aber zugeben, es ist sehr, sehr unangenehm.“

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