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Ideenwettbewerb : Die Kleikuhle als Tor der Husumer Innenstadt

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die geplante Neugestaltung der Husumer Kleikuhle soll Fahrt aufnehmen: Wenn alles klappt, startet schon im März ein Ideenwettbewerb.

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erstellt am 12.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Es soll sich etwas tun in Sachen Kleikuhle. Oder, wie es Bauamtschef Jörg Schlindwein formuliert: „Nach der zweiten Sitzung des im Mai vergangenen Jahres eingesetzten Runden Tisches zur Neugestaltung ist die Thematik jetzt abgeschlossen und wir können in die nächste Phase eintreten“. In dieser werde ein Wettbewerb ausgelobt, wie das Areal künftig aussehen soll.

Die Teilnehmer an diesem Wettbewerb können frei aufschlagen: „Wir schreiben da nur ganz wenig vor“, sagt Schlindwein. „Es gibt keine Vorgaben irgendwelcher Zonen für spezielle Nutzungen und keine zum verwendeten Material für den Bodenbelag. Auch ist alles, was da jetzt ist, ersetzbar und damit sozusagen zum Abschuss freigegeben – Leuchten, Bänke, Mülleimer und Werbeanlagen.“ Zwangspunkte in der Planung seien nur die Pumpstation neben dem Tunnel, der Aufzugsschacht und der Tunnel zum Außenhafen selbst, dessen Breite und Höhe festliege. Natürlich sei auch Barrierefreiheit unumgänglich. „Aber als Zielgruppe haben wir nur ganz allgemein den Menschen an sich festgelegt.“ Ideale Bedingungen für kreative Köpfe also.

Das Ziel der Neugestaltung dagegen sei schon viel genauer definiert, so der Bauamtsleiter weiter. „Die Kleikuhle soll zu einem Ort der Begegnung zwischen Hafen und Stadt werden und nicht nur wie bisher als ,Tor zum Dockkoog‘ fungieren, sondern als Eingangstor in beiden Richtungen – sozusagen als ,Tor der Innenstadt‘.“ Dazu müsse allerdings auch der derzeitige Übergang von der Hafenstraße zur Kleikuhle verändert und verbessert werden.

Eine Anpassung der Zugänge an den künftigen Bedarf, die Neusortierung des Radfahrverkehrs einschließlich der Installation einer Ladestation für E-Bikes und eine bauliche Einfassung des Areals – starr oder durch Begrünung – sollten Elemente der Neugestaltung sein.

Die Verwaltung versuche, für die Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses am 1. März den Auslobungsbeschluss für den Wettbewerb fertigzustellen. „Wenn der Ausschuss den Beschluss an diesem Tag durchwinkt, werden wir Mitte März die Unterlagen herausgeben und den Abgabetermin für die Entwürfe auf Ende April festlegen.“ Das Preisgericht würde dann schon Anfang Mai tagen und den besten Entwurf prämieren. Allerdings könne das Bauamt für diesen sportlichen Zeitablauf noch nicht garantieren: „Wenn der Auslobungsbeschluss Ende des Monats noch nicht steht, verzögert sich der Wettbewerb bis nach der Sommerpause.“

Immerhin ist absehbar, das jetzt überhaupt etwas passiert – und das freut die Anwohner, die auch am Runden Tisch beteiligt waren. „Das Areal ist nun schon 14 Jahre in diesem Zustand, seit 2003“, weiß Gerhard Loof, Geschäftsführer des Fischhauses Loof. „Da ist immer nur einmal im Jahr vor den Hafentagen gefegt worden.“

Die Anwohner waren es auch, die mit eigenen Gestaltungsvorschlägen den Stein im Frühjahr 2016 ins Rollen gebracht hatten. Und nun zumindest ein ähnliches Ziel wie Politik und Verwaltung verfolgen, das Schlindwein wie folgt umschreibt: „In diesem Bereich eine hohe Aufenthaltsqualität für die Husumer und ihre Gäste zu schaffen.“

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