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Engagement in Bredstedt : Die Kleiderbörse lebt wieder

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Nachdem die Bredstedter Einrichtung vor zwei Jahren bereits geschlossen war, ist sie erfolgreich wiederbelebt worden. Jetzt wurden 7000 Euro an gemeinnützige Einrichtungen gespendet.

Vor etwa zwei Jahren war im Grunde schon Schluss: Weil sich die freiwilligen Helferinnen der Bredstedter Kleiderstube im September 2014 aus Altersgründen zurückzogen und sich keine Nachfolge fand, wurde die Einrichtung der Bredstedter Arbeiterwohlfahrt (Awo) zunächst geschlossen. „Es kommen kaum noch Besucher und der Aufwand lohnt sich nicht“, hieß es damals.

Doch kurze Zeit später fanden sich sieben neue Ehrenamtler zusammen, die die Arbeit im Keller des Bürgerhauses wieder aufnahmen – und das mit Erfolg: Bei Musik, Kaffee und Kuchen wurden nun 7000 Euro, auf sieben Schecks à 1000 Euro verteilt, in einem feierlichen Rahmen von Mitgliedern der Awo übergeben.

Berücksichtigt wurden das Hospiz Niebüll, der Hospiz-Dienst Husum, Hempels Husum, Praxis ohne Grenzen Husum, die Wasserwacht Bredstedt, Migranten in Bredstedt und Umgebung sowie die Bredstedter Tafel. „Das von uns eingenommene Geld wird stets zu 100 Prozent gespendet“, machte Ingelore Petersen, die die Kleiderstube leitet, deutlich. Für sie und ihr Team ist es wichtig, dass sowohl die Menschen, die ihnen Kleidung übergeben, als auch jene, die Kleidungsstücke kaufen, wissen, dass auch sie mit ihrem Handeln Gutes tun und das Geld nicht in irgendwelche dunklen Kanäle versickert.

Die Türen der Kleiderkammer sind immer donnerstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. In der Zeit kann Kleidung abgegeben werden, die daraufhin sorgfältig aufbereitet, in Regale sortiert und gegen geringes Entgelt verkauft wird. „Die Arbeit macht viel Spaß und man bekommt jede Menge zurück. Die Atmosphäre ist sehr herzlich, jeder – ob bedürftig oder nicht – ist willkommen“, sagt Frauke Johannsen, stellvertretende Vorsitzende der Bredstedter Awo.

Die neun Frauen der Kleiderstube haben in Eigenregie bestimmt, wer die Spenden erhalten soll und mit ihrer Entscheidung eine große Bandbreite bedacht. Die Empfänger freuten sich, dass ihre Arbeit diese Art der Wertschätzung erfährt.

Auch Bredstedts Bürgermeister Knut Jessen bedankte sich bei dem Team der Kleiderstube: „Die Stadt ist gerne bereit, diese Arbeit zu unterstützen.“ Er appellierte an Inge Lorenzen, nicht immer so bescheiden zu sein. Der Grund dafür: Die Toiletten im Bürgerhaus waren in einem schlechten Zustand und die Kleiderstube wollte Abhilfe schaffen. Auf Anfrage, ob sie Geld darin investieren dürfe, gab es eine klare Absage seitens der Stadt: Die wollte das selbst regeln und werde es auch künftig tun.

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