zur Navigation springen

Eklige "Tretminen" : Die Hundehaufen sollen weg

vom

Husumer Hundehalter machen mobil: Sie wollen die vielen Kothaufen aus dem Stadtbild entfernen. Das Problem der "Tretminen" ist altbekannt.

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2013 | 05:33 Uhr

Husum | Das Problem ist altbekannt und ungelöst: Hundehaufen im Husumer Stadtgebiet! Auch viele Hundehalter ärgern sich über die vielen "Tretminen", darum ergreift eine Gruppe von ihnen jetzt die Initiative und schwärmt, ausgerüstet mit Tüten und Schaufeln, am Samstag zu einer Kotsammelaktion aus. Sie wollen zeigen, dass es viele verantwortungsvolle Hundefreunde gibt, für die es selbstverständlich ist, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu entsorgen. Unterstützt wird die Aktion vom Allgemeinen Hundeclub Nordfriesland, der Ortsgruppe Husum des Schäferhundvereins (SV) und der Hundeschule Landwölfe, die in Rödemis einen Trainingsplatz unterhält, von der Stadt, dem Kommunalen Servicebetrieb Husum (KSH) und der Friedhofsverwaltung.
Hundehaufen auf Spielplätzen, Gehwegen, Friedhöfen, Grünflächen oder schmalen Grünstreifen sind eklig und an vielen Stellen im Husumer Stadtgebiet dicht an dicht zu finden - vom Lämmerfennenweg bis zum Westfriedhof, vom Spielplatz Klostergarten bis zum Lund. Und sie sind, wegen der Bedeutung der Orte für deren Besucher, ein besonderes Problem auf den Friedhöfen: "Es ist für uns ein ganz großes Ärgernis, dass manche Hundehalter sich hier so respektlos verhalten", sagt der Leiter der Friedhofsverwaltung, Thomas Prigge.

Kein Friedhofsverbot für Hunde


Besonders betroffen ist der Westfriedhof, die kleine grüne Oase im Westend. Hier und auf dem Südfriedhof wurden darum erstmals in diesem Jahr Tütenspender aufgestellt, um des stinkenden Schlamassels Herr zu werden. Denn die letztmögliche Alternative - ein Friedhofsverbot für Hunde auszusprechen - wolle man auf jeden Fall vermeiden, sagt Prigge. Viele Menschen, die die Gräber besuchten, hätten nun einmal Hunde - "und so mancher sonst niemanden mehr".
Die Friedhofsverwaltung begrüßt die Sammelaktion ebenso wie der KSH, der Tüten und einen Container für das Sammelgut bereitstellt. Auch Bürgermeister Uwe Schmitz signalisiert Unterstützung und lobt die Initiative: "Klasse Sache, das ist vorbildliches bürgerschaftliches Engagement." Sprach’s und stellte prompt Mittel aus seinem persönlichen Verfügungsfonds für die Verpflegung der Aktiven bereit. Die haben ihn gebeten, das Geld für das Lissi-Lüdemann-Haus im Tier-, Natur- und Jugendzentrum Weidefeld des Deutschen Tierschutzbundes zu spenden. Dort werden durch falschen Umgang verhaltensauffällig gewordene Hunde resozialisiert, um ihnen eine zweite Chance als verträgliche Begleiter des Menschen zu eröffnen.
Wer noch mitmachen will: Weitere Mitstreiter sind herzlich eingeladen, sich um 10.30 Uhr mit einer Schaufel am Lagerplatz des KSH am nördlichen Eingang des Schlossparks (Parkstraße) einzufinden. Von dort machen die Sammler sich auf zu den besonderes verschmutzten Stellen im Stadtgebiet, und treffen sich dann wieder, um das Sammelgut zur Entsorgung durch die KSH-Mitarbeiter zu deponieren.
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen