Orkan-Schäden : Die Hälfte der Bäume in Breklum liegt flach

Einen jämmerlichen Anblick  bietet    zurzeit noch der Baumlehrpfad westlich der Bahnlinie  in Breklum.
Foto:
Einen jämmerlichen Anblick bietet zurzeit noch der Baumlehrpfad westlich der Bahnlinie in Breklum.

Der Bürgermeister der Gemeinde Breklum warnt dringend davor, die Waldflächen in und um den Ort zu betreten. Die Aufräumarbeiten können erst beginnen, wenn der Förster seine Bestandsaufnahme abgeschlossen hat – das wird vermutlich erst im Dezember sein.

shz.de von
20. November 2013, 07:00 Uhr

„Orkan Christian hat ganze Arbeit geleistet und etwa 50 Prozent des Baumbestandes zu Fall gebracht“, berichtete Breklums Bürgermeister Heinrich Bahnsen in der Einwohnerversammlung. Er warnte dringend davor, die Gemeindewälder zu betreten. Es sei außerdem verboten, sich eigenmächtig am Holz zu bedienen. Das gehöre schließlich der Kommune. Sobald der zuständige Förster die Bestandsaufnahme abgeschlossen habe, werde mit den Aufräumarbeiten begonnen. Das werde frühestens im kommenden Monat sein.

„Ich danke den Gemeindearbeitern, Feuerwehrleuten und freiwilligen Helfern für ihre ehrenamtlichen Einsätze“, so Bahnsen. Was die Aufräumarbeiten wegen der entwurzelten Bäume im Ort angehe, leiste das Unternehmen Hans Petersen gute Arbeit. Es gehe in Anbetracht der vielen „Baustellen“ in der Region aber nur langsam voran – dafür müsse man Verständnis haben.

„Das Bauvorhaben Kirchenstraße gestaltet sich schwierig. Es ist nicht leicht, Zuschüsse zu bekommen“, informierte Bahnsen. Sollte es nicht gelingen, werde im kommenden Jahr zumindest die schon lange fällige Verschleißdecke erneuert. In diesem Fall müssten die Anwohner keine Beiträge bezahlen. Sollten Fördermittel aquiriert werden können, gehe es allerdings ans Eingemachte. Es sei nötig, den Untergrund den heutigen Anforderungen entsprechend fachgerecht zu sanieren und aufzubauen. Alle Anlieger würden dann wie üblich in die Planungen mit einbezogen.

Das Projekt Breitband geht mit Riesenschritten voran, berichtete der Bürgermeister. Bis zum Jahresende soll alles abgeschlossen sein. Lediglich im Ortsteil Riddorf wird im kommenden Jahr weitergemacht. Die ausführende Firma leiste gute Arbeit und gehe auf die Bedürfnisse der Hauseigentümer ein. Bahnsen: „Die erforderliche Anschlussquote ist erfüllt.“ Wer sich noch einklinken möchte, habe noch kurzfristig Gelegenheit dazu, ohne die tatsächlich entstehenden Kosten zahlen zu müssen.

Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf die kostensparende LED-Technik läuft ebenfalls reibungslos. Bisher sind 144 Leuchten ausgetauscht worden. Die restlichen werden spätestens 2014 umgerüstet. Der Gemeinderat wird sich in seiner nächsten Sitzung am 28. November intensiv mit der Parkplatzsituation am Feuerwehrgerätehaus / Kindergarten befassen (wir berichteten). Die Aktiv-Region hat Fördermittel zugesagt. Der Fachausschuss werde ein abschließendes und für alle Seiten stimmiges Konzept vorlegen.

Zur Bauplatzsituation sagte der Gemeinde-Chef: „Im Baugebiet Nr. 6 Möhlenkoppel ist noch ein Grundstück frei, im Riddorfer Ring stehen noch zwei Baupätze zur Verfügung. Vier von insgesamt sechs Flächen sind reserviert.“

Ein Lob ging an den in diesem Jahr eingestellten neuen Leiter des Jugendzentrums „Altes E-Werk“, Thomas Lötzsch. Er leiste gute Arbeit. „Offene Jugendarbeit ist eine Kernaufgabe“, so der Bürgermeister. Sie komme allen zugute. Die Gemeindevertretung bekenne sich dazu, ebenso zum dauerhaften Erhalt der Einrichtung.


zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen