zur Navigation springen

Beliebtes Nordseebad : Die gute Luft lockt nach St. Peter-Ording

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa befragte 566 Gäste zu ihrem Urlaub im Nordseebad. Das positive Ergebnis: 72 Prozent würden den Ort weiterempfehlen, 66 Prozent wiederkommen und 44 Prozent sind Stammgäste.

von
erstellt am 16.Apr.2014 | 17:00 Uhr

Vergleichsweise gut betucht und um die 50 Jahre alt – das ist die Hauptgruppe der Gäste von St. Peter-Ording. Und viele Urlauber sind treu: 44 Prozent sind schon drei Mal oder häufiger im Ort gewesen. Das sind einige der Ergebnisse der Gästebefragung des Instituts für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT). Henrike Beer stellte sie jetzt dem Tourismus-Ausschuss vor. 2013 wurden zwischen April und Oktober 566 Urlauber in St. Peter-Ording befragt, jedoch keine Camper und Tagesgäste. Insgesamt gab es kaum Veränderungen zu 2009 – und somit wieder positive Noten für das Nordseebad. Seit 1997 befragt das NIT Urlauber in Schleswig-Holstein.

Den größten Anteil mit 54 Prozent machen die so genannten Best Ager aus, also die über 50-Jährigen, der Wert ist etwas höher als im Landesdurchschnitt und um knapp fünf Prozent höher im Vergleich zu 2009. Auf Platz zwei folgen die Neuen Familien mit 15 Prozent, ein Zuwachs von zwei Prozent, und dann die anspruchsvollen Genießer mit 14 Prozent. Es handelt sich dabei um die drei Gruppen, die die Landesregierung vor einigen Jahren für ihr Tourismusmarketing-Konzept festgelegt hat. Künftig sollen es andere sein, nämlich Natururlauber, Familien mit Kindern, „Entschleuniger“, „Neugierige“ und Kulturtouristen.

Im Durchschnitt ist der Gast 53,9 Jahre alt, 2009 war er noch 3,7 Jahre jünger. Walter Petersen (SPD), der auch vermietet, hatte eine einfache Erklärung: „Ich gebe die Fragebögen immer an dieselben Gäste, nämlich die, die sie auch ausfüllen, und die sind nun alle fast vier Jahre älter.“

Auch nach dem Einkommen wurde gefragt. Wer in St Peter-Ording Ferien macht, ist finanziell gut aufgestellt: 52 Prozent verfügten über ein Monatsnettoeinkommen von mehr als 2500 Euro, 35 zwischen 1500 und 2499 Euro und 14 Prozent unter 1499 Euro. Am beliebtesten ist St. Peter-Ording nach wie vor bei den Nordrhein-Westfalen (25 Prozent), es folgen Hessen (17) und Niedersachsen (16). Auch 2009 kam diese Gruppe zusammen auf 60 Prozent. Wie wird der Gast auf St. Peter-Ording aufmerksam? Dazu brachte die Studie ein interessantes Ergebnis: 56 Prozent der Befragten gaben Verwandte, Bekannte und Freunde an, auf Platz zwei folgt das Internet (20 Prozent) und auf Platz drei Aufenthalte in der Kindhei (19 Prozent). Ganz unten mit einem Prozent rangierten Zeitschriften, Reisebüro und Messen. „Für das Marketing haben das Internet und Soziale Netzwerke in Schleswig-Holstein immer mehr Bedeutung“, sagte Henrike Beer.

Warum wird das Nordseebad als Reiseziel gewählt? Ganz vorne liegt das Klima und die Luft (72 Prozent) vor Landschaft und Lage (66), Strand und Meer (63) und Radfahren (43). Wegen des Nationalparks Wattenmeer reisten 18 Prozent der Befragten an.

Wer nach St. Peter-Ording kommt, will sich erholen. 92 Prozent gaben das als Ziel an. Es waren bei der Frage nach der Urlaubsart Mehrfachnennungen möglich. 28 Prozent wollen die Natur genießen, 18 Prozent Radfahren und 17 Aktiv sein. Gesundheits- und Wellnessurlaub wurden von elf und vier Prozent genannt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt 10,5 Tage. Neun Prozent bleiben sogar zwei bis drei Wochen, 43 Prozent ein bis zwei Wochen.

Sehr gute Noten gab es für den Gesamteindruck, die Gastfreundlichkeit, die Sauberkeit und die Atmosphäre in den Unterkünften, Top-Noten erhielt die Gastronomie für Sauberkeit, Öffnungszeiten und Service. Weniger zufrieden waren die Befragten mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis von beiden. Auch diesmal war das Fazit wieder: „St. Peter-Ording macht alles richtig.“ Denn 66 Prozent der Befragten würden wiederkommen und 72 Prozent würden den Ort weiterempfehlen. Aber, lenkte Henrike Beer, den Blick auf die Zukunft, „besonders wichtig ist die Neukundenwerbung, damit ihnen die Gäste nicht aussterben.“ Denn von den Erstbesuchern hatten 16 Prozent angegeben, über einen Wechsel an die Ostseeküste nachzudenken und weitere 16 Prozent überlegten, ob sie überhaupt nach Schleswig-Holstein zurückkehren sollen.

Um die Aufnahme von anderen Urlaubergruppen in die Befragung wie Camper und Kunden der neuen Hotels bat Werner Domann, Marketing- und Veranstaltungsleiter der Tourismus-Zentrale. Das könnte in der Tat neue Erkenntnisse bringen. Denn laut Tourismus-Direktor Rainer Balsmeier war die Steigerung bei den Übernachtungszahlen von 3,3 Prozent im vergangenen Jahr zum großen Teil dem neuen Beach Motel in Ording zu verdanken. „Wenn wir diese Zahl herausrechnen, verbleiben 0,5 Prozent. Das heißt aber auch, dass andere unter der Neueröffnung nicht gelitten haben.“ Insgesamt wurden 293.000 Gästeankünfte und 2,096 Millionen Übernachtungen 2013 gezählt, ohne die Kliniken waren es 1,7 Millionen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen