Gewoba baut in Husum-Rödemis : Die Fundamente liegen schon

Bauleiter Udo Topp auf dem Gelände, wo einst die alte Iven-Agßen-Schule stand.
Bauleiter Udo Topp auf dem Gelände, wo einst die alte Iven-Agßen-Schule stand.

Neue Wohnungen in Husum-Rödemis: In 16 Monaten sollen alle Gewoba-Bauten bezugsfertig sein.

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17. Januar 2018, 10:00 Uhr

Husum | Es geht voran auf der Baustelle in Rödemis: Wo bis Dezember 2013 die alte Iven-Agßen-Schule stand, entstehen jetzt sieben Häuser mit insgesamt 54 Zwei- und Drei-Zimmer Wohnungen in Größen zwischen 45 und 75 Quadratmetern. „Die Fertigstellung planen wir für Mai 2019, wobei die ersten Wohnungen schon ab Oktober 2018 bezogen werden können“, sagt Patrick Bauer, Abteilungsleiter Bauplanung der Gewoba Nord in Schleswig. „Wir sind im Zeitplan.“

Von den Häusern werde nur eines unterkellert sein, so Bauer weiter. „Hier installieren wir die Gasheizung für alle sieben Gebäude.“ Die seien energieeffizient ausgelegt: „Da auch zwölf öffentlich geförderte Wohnungen darunter sind, wird alles nach KfW-55-Standard gebaut.“ Die fehlende Unterkellerung sorge zudem für moderatere Baukosten bei den anderen sechs Häusern.

Dass es überhaupt sieben Einzelhäuser werden und kein einzelner Wohnblock, sei der Rödemisser Ortsstruktur geschuldet. „Die ist in der Umgebung kleinteilig. Und es war der Wunsch von Verwaltung und Politik in Husum, sich dem Umfeld anzupassen.“

In einem Punkt geht die Gewoba sogar über die im Bebauungsplan Nr. 89 für dieses Areal festgeschriebenen Forderungen hinaus. Dort wird „aufgrund der voraussichtlichen künftig zu erwartenden Bewohnerstruktur . . . ein Stellplatzschlüssel von 0,7 angestrebt“. „Den übertreffen wir mit einem Schlüssel von 0,8“, sagt Bauer. Es komme zwar bei solchen Bauten wegen der geringen Marge auf jeden Euro an. „Aber im Bauausschuss wurde der 0,7er-Schlüssel mehrfach als zu klein moniert, und das konnten wir auch nachvollziehen,“

Alle Häuser werden mit Einbauküchen und Duschen mit flachem Einstieg ausgestattet, einige Wohnungen sind barrierearm. In einem der Gebäude wird es einen Aufzug geben. Und erstmals werde ein anderes Abstellraumkonzept als üblich verfolgt: Viele werden im Außenraum der Häuser liegen, so dass die Mieter leichter an ihre Fahrräder kommen. „Eine Philosophie-Frage“, so Bauer. „Das ist einfacher, als die Räder eine Kellertreppe hoch oder eine Bodentreppe herunter zu tragen.“

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