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Nationalparkhaus St. Peter-Ordnig : Die Freiwilligen der Schutzstation

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Junge Männer und Frauen sorgen im Nationalparkhaus in St. Peter-Ording für einen reibungslosen Ablauf. Sie leiten Führungen, halten Vorträge, zählen Vögel und überwachen Brutgebiete.

Sie sind 19 bis 23 Jahre alt und meistens direkt nach dem Abitur im Juli 2014 für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) oder als Bundesfreiwilligendienstler (BFD) zur Schutzstation Wattenmeer St. Peter Ording gekommen. Andere haben schon einige Studiensemester oder einen Auslandsaufenthalt hinter sich gebracht und arbeiten als Praktikanten oder auch im Bundesfreiwilligendienst (BFD) für einen Zeitraum von zwei bis sieben Monaten mit.

Alle arbeiten sie im Nationalpark-Haus in St. Peter-Ording und sind dort für die Besucher da. Sie leiten Führungen durch die Salzwiesen oder am Spülsaum, halten Vorträge, bilden Junior-Ranger aus, zählen Vögel, überwachen Brutgebiete und arbeiten in der Verwaltung. Diplom-Biologin Sabine Gettner, Leiterin des Hauses, betreut das Team. Neben der Station in St. Peter-Ording ist sie für das Freiwilligenteam im Husumer Nationalpark-Haus zuständig.

Nina Kirschner aus Karlsruhe hat bereits vorher bei Greenpeace mitgewirkt. „Ich wollte das Leben in einer großen Gemeinschaft, in der man zusammen lebt und arbeitet, einfach mal ausprobieren. Das hat sich gelohnt“, sagt sie. Im Gespräch merkt man schnell, dass alle das so empfinden, ob sie nun vor zehn Monaten oder erst vor einigen Wochen gekommen sind.

Stefan Lindemann aus dem Münsterland will anschließend in Holland „Waldnutzung und Naturschutz“ studieren. Dieses Jahr habe ihn in seinem Entschluss bestärkt. Besonders angetan hätten es ihm die ornithologischen Arbeiten, beispielsweise die aktuell laufende Brutvogel-Kartierung. Helma Mensing aus Rheda-Wiedenbrück wurde positiv überrascht. „Ich würde das noch einmal machen“, sagt sie. Nach ihrer Zeit in Nordfriesland will sie in Eberswalde „Landschaftsnutzung und Naturschutz“ studieren. Für Matthew Keir aus Nemünster war St. Peter-Ording in Erinnerung an Kindheitstage von Anfang an Favorit. „Wir sind dort ja Allrounder. Noch nie habe ich so viel über wirtschaftliche und biologisch-ökologische Zusammenhänge gelernt.“

Ihnen und ihren vier Kollegen wird eine erlebnisreiche Zeit in Erinnerung bleiben, die sie nicht missen wollen. Das alte Stammteam wird im Juli noch ihre Nachfolger einarbeiten. In der Übergangszeit werden dann kurzzeitig mehr als zehn junge Frauen und Männer vom Nationalpark-Haus zur Naturschutzarbeit im Nationalpark Wattenmeer vor St. Peter-Ording ausschwärmen.

Manches Teammitglied hat die Ausstellung im Nationalpark-Haus an der Dünen-Therme mit eigenen Ideen erweitert und vervollständigt. So ist beispielsweise eine Ecke zur Strandmüll-Problematik entstanden. Dort befindet sich sogar ein Hummerfangkorb aus der Bretagne. Die interaktive Erlebnis-Ausstellung zum Thema „Leben zwischen Sand, Wind & Flut“, dazu elf Aquarien und Kino laden täglich zum Besuch ein. www.schutzstation-wattenmeer.de

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