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Gäste begeistert : Die „Bredstedt“ ist noch gut in Schuss

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Flaggschiff der Bundespolizei See wurde vor 25 Jahren in Dienst gestellt. Bislang hat der 600 Tonnen schwere Koloss 593.700 Seemeilen zurückgelegt, das entspricht in etwa einer 28-maligen Umrundung der Erde.

Es war viele Jahre lang das Flaggschiff des Bundesgrenzschutzes See: das Einsatzschiff der Bundespolizei See BP 21 „Bredstedt“. Zum 25. Mal jährte sich jetzt seine Indienststellung. Aus diesem Anlass hatte die Bundespolizeiinspektion See Warnemünde zu einer Feierstunde an Bord der „Bredstedt“ eingeladen.

Der Inspektionsleiter, Erster Polizeihauptkommissar Holger Mühlstein, und der Kommandant von BP 21, Polizeihauptkommissar Bernd Graumann, begrüßten dazu unter anderem den neuen Leiter der Bundespolizei See der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt, Polizeidirektor Stefan Wendrich, den Bürgermeister der Patenstadt Bredstedt, Knut Jessen, und dessen Stellvertreter Christian Schmidt.

In einem historischen Abriss informierte Kommandant Bernd Graumann über die „Bredstedt“. Am 5. März 1988 war das Schiff bei der Elsflether Werft AG in Bremen auf Kiel gelegt worden. Es waren viele Klippen zu umschiffen gewesen, bevor mit dem Bau des Schiffes begonnen werden konnte. Das sei insbesondere dem Engagement der damaligen FDP-Bundestagsabgeordneten Ursula Seiler-Albring zu verdanken, so Grauman. Sie habe den Neubau im Bundestag durchsetzen können. Als Taufpatin hatte sie dann auch am 21. März 1989 die Sektflasche am Rumpf des Schiffes zerschellen lassen dürfen. Mit guten Wünschen wurde die „Bredstedt“ zu Wasser gelassen. Technisches Novum dabei: Es war kein Stapellauf, sondern ein „Stapelhub“. Die Fachwelt staunte nicht schlecht, als der 600 Tonnen schwere Koloss von zwei Schwimmkränen aus der Schiffbauhalle ins Wasser gehievt wurde. Am 24. Mai 1989 wurde die „Bredstedt“ dann Indienst gestellt.

Der Kommandant berichtete über Erfolge, die von den Besatzungen bei den Einsätzen auf Nord- und Ostsee mit der „Bredstedt“ erzielt worden waren. In den vergangenen 25 Jahren hat das Küstenwachschiff der Bundespolizei 593 700 Seemeilen (1 099 532 Kilometer) zurückgelegt. Das entspricht in etwa einer 28-maligen Umrundung der Erde. Als Schiff in die Jahre gekommen, ist das Seefahrzeug noch heute durch schiffbauliche Veränderungen und die stete Ausrüstung mit der neuesten Technik ein hochmodernes Einsatzmittel der Bundespolizei See. Bürgermeister Jessen zeigte sich erfreut darüber, dass die Patenschaft der Stadt Bredstedt so bewusst bei der Bundespolizei gelebt wird. Auch Schmidt war überrascht, mit welcher Leidenschaft die „Bredstedt“ fit gehalten wurde. Beide stellten unisono fest: „Wir Bredstedter sind stolz auf unsere Patenschaft mit der ‚Bredstedt‘ “. Sie wünschten bei der Verabschiedung Schiff und Besatzung stets eine gute Fahrt.

Seit März 2002 erfüllen die Besatzungen der Bundespolizeiinspektion See Warnemünde mit der „Bredstedt“ auf der Ostsee ihren grenzpolizeilichen Auftrag.



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