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Regionalentscheid in St. Peter-Ording : Die beste Vorleserin heißt Sarah Filipiak

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Sarah Filipiak von der Gemeinschaftsschule Husum-Nord gewann beim Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels den Regionalentscheid.

shz.de von
erstellt am 18.Feb.2017 | 08:00 Uhr

Wer liest in Nordfriesland am besten? Eine Frage, die es in der Nordseeschule in St. Peter-Ording zu klären galt. Dort traten die Sieger aus den sechsten Klassen von 13 Schulen – das sind fast alle im Kreis – im 58. Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels zum Regionalentscheid an. Die Deutsch-Lehrer Levka Thomsen und Albert Vietz hatten die Fäden in der Hand. Schulleiter Nils-Ole Hokamp begrüßte vor allem die Schulsieger – fünf Jungen und acht Mädchen, begleitet von Eltern, Geschwistern und Lehrkräften.

Per Losentscheid wurde die Reihenfolge für die erste Leserunde ermittelt. Den acht Besten stand noch ein zweiter Durchgang bevor. Alle hatten sich zunächst kurz vorzustellen, den Titel des Buches zu nennen, für das sie sich entschieden hatten, und zum ausgewählten Lese-Abschnitt hinzuführen – all das in drei Minuten. Die Jury – Kinderbuchautorin Patricia Schröder sowie die Mitarbeiterin der Gemeindebücherei Gaby Bombis nebst Sohn Joshua, der vor zwei Jahren den Bezirksentscheid gewonnen hatte – hörte aufmerksam zu. Die Musical AG der Nordseeschule überbrückte die beiden Lesepausen in der ersten Runde mit Gesangsbeiträgen.

Alle Schüler lasen gut verständlich, in Mimik und Betonung abwechslungsreich. Dabei ging es um interessante, witzige und spannende Tier- und Abenteuergeschichten und auch sehr ernste Themen. So hatte Lenja Petersen von der Gemeinschaftsschule Viöl/Ohrstedt/Haselund das Buch „Club der Roten Bänder“ von Albert Espinosa ausgewählt. Darin geht es unter anderem um Krebserkrankung, aber auch um Magersucht. „Ich wollte das Buch unbedingt haben, nachdem ich im Fernsehen die gleichnamige Serie gesehen habe“, berichtete sie.

Die Jury hatte es in der Pause nicht leicht, die Leser für die zweite Runde zu finden. Das Publikum zeigte sich beeindruckt. Verna Poikolainen aus Hollola in Finnland studiert in Lahti Deutsch und Französisch und ist zurzeit in der Husumer Ferdinand-Tönnies-Schule zu Gast. „Der Wettbewerb interessiert mich“, sagte sie. „Die Kinder lesen gut und sprechen sehr deutlich. Ich habe alles verstanden.“

Nach Bekanntgabe der Zweitrunden-Leser las zunächst Patricia Schröder aus ihrem Buch „Larabella und das Geheimnis der Nachtkatze“. Eine spannende und zur Altersstufe passende Geschichte, aus der dann jeweils in alphabetischer Reihenfolge weiter vorgelesen werden musste. Der Text war unbekannt und hielt einige Lesehürden bereit – durch nicht gerade bekannte Wörter und Namen. Diese Anforderungen meisterte Sarah Filipiak von der Gemeinschaftsschule Husum-Nord am besten. Am nächsten kamen ihr Lenja Petersen und Fynn Klinkhardt. Für alle gab es eine Urkunde und das Buch „Knietzsche und das Hosentaschen-Orakel“ von Anja von Kampen. Sarah Filipiak vertritt Nordfriesland nun beim Bezirksentscheid – und ist vielleicht ja auch am 21. Juni
beim Bundesfinale in Berlin dabei.

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