Aus den Gemeinden : Die Bauarbeiten haben begonnen

Vor der Kita führt eine Baustraße zum Bolzplatz hinter dem Wall.
Vor der Kita führt eine Baustraße zum Bolzplatz hinter dem Wall.

Die lang ersehnte Erweiterung der Kindertagesstätte wird jetzt realisiert. Die Gemeindevertreter beschließen in ihrer Sitzung außerdem die Errichtung eines Mobilfunkstandortes.

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01. Februar 2018, 12:00 Uhr

Vor wenigen Tagen fiel der Startschuss für die geplante Erweiterung der Evangelischen Kindertagesstätte in Schwesing. Geplant ist eine zusätzliche Krippengruppe mit zehn Plätzen. Die Gesamtkosten belaufen sich derzeit auf rund 500.000 Euro, darin ist ein Zuschuss vom Land von 220.000 Euro enthalten.

Da es sich hierbei „nur“ um einen Anbau handelt, will die Gemeinde weder zur Grundsteinlegung noch zum Richtfest einladen. „Dafür werden wir später eine schöne Einweihung feiern“, versprach der Bürgermeister, nachdem die Gemeindevertretung diesen Vorschlag abgenickt hatte.

Wie Wolfgang Sokoll berichtete, war der Start nicht ganz so einfach, denn für die Erstellung des Neubaus musste quer vor dem Gebäude eine Baustraße eingerichtet werden. Dadurch kann es nun während der Bauzeit zu Behinderungen kommen, weswegen vor allem die Eltern um Verständnis gebeten werden, die ihren Nachwuchs zum Kindergarten bringen und später dort wieder abholen. „Der Parkplatz bleibt zwar erhalten, es ist allerdings zu beachten, dass für die Baustraße ein absolutes Halteverbot besteht, damit die Baufahrzeuge zügig an die Baustelle kommen“, so Sokoll.

Ein anderes wichtiges Thema des Abends legte dem Gemeinde-Chef die Freiwillige Feuerwehr auf den Tisch: Das nunmehr fünf Jahre alte Fahrzeug hat im Bereich der technischen Aufbauten kleinere Probleme, die im Zuge einer Wartung behoben werden sollten. Vor diesem Hintergrund bot der Hersteller der Wehr den Abschluss eines Vertrages für jährliche Wartungen an und lockte dabei mit einem Rabatt auf die benötigten Wartungsmaterialien, mit vergünstigten Anfahrtspauschalen bei außerplanmäßiger Reparatur und der Übernahme der Reise- und Übernachtungskosten für die Servicemitarbeiter. Die von der Gemeinde dafür zu zahlende Wartungspauschale sollte sich auf jährlich 840 Euro belaufen, zuzüglich Materialkosten und Mehrwertsteuer. Eine Summe, die dem Bürgermeister Sorgen bereitete. Allerdings hatte der Wehrführer noch einen Alternativvorschlag in der Tasche: Stefan Hansen empfahl, das LF 10 jetzt einmalig warten und die anstehenden Reparaturen ausführen zu lassen – die Kosten dafür hat der Hersteller mit gut 2000 Euro veranschlagt – und in zwei oder drei Jahren noch einmal darüber zu sprechen, ob eine jährliche Wartung sinnvoller sein könnte. Dieser Vorschlag wurde einstimmig angenommen.

Amtswehrführer Rolf Schadwald stellte fest, dass Schwesing anderenfalls – also bei einer Entscheidung für die jährliche Wartung – einen Präzedenzfall geschaffen hätte. Denn im Amt sind inzwischen noch mehr Löschfahrzeuge im Einsatz, bei denen die technische Aufbauten und die Pumpen unabhängig von den gesetzlich vorgeschriebenen Fahrzeug-Überprüfungen gewartet werden müssen. Deshalb werden bald auch andere Gemeinden vor der Frage stehen, ob sie die Einsatzbereitschaft ihrer Wehr und die Sicherheit der Einsatzkräfte auch ohne den Abschluss solcher Wartungsverträge für diese Gerätschaften sicherstellen können. „Die verbaute Technik ist deutlich anfälliger als früher“, mahnte Schadwald und wies darauf hin, dass die Gemeinde im Falle des Falles für Personenschäden haftbar gemacht werden könnte.

Zwei Punkte kamen danach noch kurz zur Sprache: So stimmte das Gremium dem Antrag der Deutschen Telekom zu, an der B 201 hinter dem Friedhof einen Mobilfunkstandort zu installieren. Da der Handyempfang fast überall im Dorf aktuell gen Null tendiert, fiel die Zustimmung einstimmig aus.

Abschließend berichtete der Bürgermeister, dass der Markttreff ausgesprochen gut ausgelastet ist: „An 240 Tagen fanden hier insgesamt 360 Veranstaltungen statt – mehr geht nicht“, zeigte sich Sokoll zufrieden.

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