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Aktionstag zur Inklusion : Die Barrieren müssen fallen

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein großer Aktionstag des Sozialverbands und der Lebenshilfe Husum soll die Inklusion in der Storm-Stadt voranbringen. Zahlreiche Verbände beteiligen sich.

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erstellt am 22.Apr.2016 | 14:30 Uhr

„Unsere Denkweise muss sich ändern“, fordert Bürgervorsteher Peter Empen. „Menschen mit Behinderungen haben Rechte, die ganz selbstverständlich gewährleistet sein müssen – und dazu gehört die uneingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.“

Inklusion heißt das, und Inklusion geht nicht ohne Barrierefreiheit. Und darum geht es auch am Sonnabend, 7. Mai, beim großen Aktionstag, den Hans Böttcher als Vorsitzender des Ortsverbands Husum im Sozialverband Deutschland und Manfred Carstens, der Leiter der Lebenshilfe Husum, koordinieren und gemeinsam mit zahlreichen Verbänden gestalten. Der findet im Rahmen des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen statt und wird von der Aktion Mensch gefördert. Und im Vorlauf ergänzt durch ein interaktives Plakat im Rathaus zur Barrierefreiheit. Auf dem ist ein großer Pfeil zu sehen, der vom roten in den grünen Bereich geht und auf dem die Bürger kleine Aufkleber platzieren sollen – in dem Bereich, der ihnen bei der Beantwortung der Frage „Wie barrierefrei ist Husum?“ angemessen erscheint. Deswegen hat Empen auch gern die Schirmherrschaft übernommen: „Weil die Bürger hier mitgenommen werden und aufgefordert sind, über das Thema nachzudenken.“

Die Bürger können aber noch bei zwei weiteren Aktionen mitmachen. Da sind einmal die gelben Zettel, auf denen Barrieren gemeldet werden können und die als Grundlage für ein entsprechendes Kataster der Stadt dienen sollen (wir berichteten). Diese Zettel liegen im Rathaus, im Kunden-Center der Husumer Nachrichten und anderen Stellen aus und können auch dort abgegeben werden. „Und bei der Aktion Mensch gibt es zum Thema ,Wie barrierefrei ist Deine Stadt?‘ auf der Internet-Seite www.aktion-mensch.de/5mai sogar eine Städtereise zu gewinnen“, sagt Böttcher.

Der Aktionstag selbst beginnt am 7. Mai um 9.30 Uhr mit einer Kundgebung im Ratssaal des Rathauses, auf der auch eine „Husumer Erklärung 2016“ zur Barrierefreiheit verabschiedet werden soll. Anschließend gibt es dort von 11 bis 13 Uhr im Rahmen einer Fachtagung einen Vortrag über Barrierefreiheit des Architekten Dipl.-Ing. Marc Jestrimsky, einen weiteren über Inklusion der Landesgeschäftsführerin der Lebenshilfe, Bärbel Brüning, und Arbeitsgruppen zu den Themen.

Im Speicher (Hafenstraße 17) stellen derweil von 10 bis 13 Uhr Einrichtungen und Organisationen ihre Inklusionsprojekte und die beiden Husumer Sanitätshäuser Hilfsmittel vor. Und in der Hafenstraße selbst präsentieren sich zur selben Zeit die teilnehmenden Verbände mit ihren Ständen.

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