Lions-Aktion in Husum : Die Auktion der Superlative

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„Löwen helfen“ mit Kunst – und haben 72 namhafte Künstler aus ganz Deutschland mit 154 Arbeiten gewonnen

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05. September 2018, 00:00 Uhr

Das geflügelte Wort von Carl Valentin ist genauso abgewetzt wie wahr. Die Mitglieder des Lions-Clubs Husum wissen es: „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.“ Mehr als ein Jahr lang haben sie auf diesen Tag hingearbeitet: Dem erfolgreichen Beispiel österreichischer Club-Kollegen folgend, wollten sie aus Anlass ihres 60. Geburtstages eine Kunstauktion der Superlative aus dem Boden stampfen. Und das sei ihnen auch gelungen, wie einer der Kuratoren, Dr. Thomas Gädeke vom Vorstand Freundeskreis Schloss Gottorf im Vorwort des aufwendig gestalten, fast 200 Seiten starken Ausstellungs- und Auktionskataloges feststellt. Gädeke spricht – mehr noch – von einer Aktion, bei der es von den späteren Erlös-Empfängern über die beteiligten Künstler bis hin zu Kunstsammlern und -freunden „nur Gewinner gibt“ und die als „wesentlicher Beitrag zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft“ gewertet werden darf.

Unter dem Motto „Löwen helfen“ gelang es den Mitgliedern des Clubs nicht weniger als 72 namhafte Künstler aus Schleswig-Holstein, Hamburg und anderen Teilen des Bundesgebiets für ihre Sache zu gewinnen. Vom 15. bis zum 29. September sind deren Werke nun in der Messe Husum & Congress, Am Messeplatz 1 zu sehen. In diesen 14 Tagen haben Kunstliebhaber Gelegenheit, sich in Malereien, Fotografien, Objektkunst, Plastiken, Skulpturen, Grafiken und Zeichnungen aller Stilrichtungen (zusammen 154 Arbeiten) zu verlieben und am letzten Ausstellungstag, ab 11 Uhr, dafür zu bieten.

Unter den beteiligten Künstlern sind mit Karin Dreyer, Lucia Beatriz Figueroa, Thomas Freund, Frauke Gloyer, Linda Hamkens, Ewald Heitzmann, Max Höppner, Manuel Knortz, Ingo Kühl, Ulrich Lindow, Gisela Mott-Dreizler, Ulf Petermann, Anja Pletowski, Arne Prohn, Dieter Staacken und Wolfgang Werkmeister auch zahlreiche (Wahl-)Nordfriesen. Und die Norddeutschen Realisten dürfen natürlich auch nicht fehlen. Aber wie gesagt: Die Stärke dieser „Sammlung für den guten Zweck“ liegt in ihrer Vielfalt. Im Katalog wurde jeder Künstler mit einer Doppelseite über Leben und Werk, aber vor allem über die Bilder der Ausstellung bedacht.

Hinter den Löwen liegen anstrengende Wochen und Monate. Denn wie aller Anfang war auch dieser schwer. „Wir mussten fachkundige Verbündete finden, Arbeitsgruppen bilden, Künstler anschreiben, deren Werke abholen, fotografieren, katalogisieren, einlagern und und und . . .“, erinnert sich Präsident Claus-Dieter Lundelius. Für manch einen wuchs sich das zum Zweitjob aus. Allein für Akquise, Organisation und den Transport der Werke nach Husum legten die Löwen 30 000 Kilometer zurück. Doch wie gesagt: Das Ergebnis ist der Mühen wert.

Der Auktionserlös soll zu 60 Prozent dem Ambulanten Hospiz-Dienst Husum-Eiderstedt, dem Wilhelminen-Hospiz Niebüll und der Multiple-Sklerose-Gruppe Nordfriesland zugute kommen. Die anderen 40 Prozent erhalten die Künstler. Unter den Hammer bringt das Ganze der Kieler Auktionator Daniel Schramm. Die Ausstellung in der Messe Husum & Congress wird am Sonnabend, 15. September, 13.30 Uhr, von Prof. Dr. Ulrike Wolff-Thomsen, Direktorin des Museums Kunst der Westküste, Alkersum auf Föhr, eröffnet. Danach sind die 154 Arbeiten täglich von 10 bis 16 Uhr zu sehen. Übrigens: Auch via Internet und Telefon können Gebote abgegeben werden.

>Mehr dazu und zum Projekt selbst unter loewenhelfen.de.

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