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Husumer Nachrichten

18. August 2017 | 20:26 Uhr

Bredstedt : Die Abrissbagger können kommen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Stadtvertreter beschließen mit 9:6 Stimmen endgültig den Kauf der ehemaligen BGS-Wohnblocks. Lang anhaltende Diskussionen gab es um die Kosten.

„Ich bin zutiefst erleichtert, dass es endlich losgeht“, sagte Bredstedts Bürgermeister Knut Jessen. In nichtöffentlicher Sitzung hatten die Stadtvertreter am Donnerstagabend nach langer Diskussion mit 9:6 Stimmen den Beschluss gefasst, die ehemaligen BGS-Blocks mit 66 mittlerweile maroden Wohnungen zu kaufen. „Wir werden nun den Kaufvertrag schließen, einen Notartermin machen und dann die alten Gebäude abreißen lassen, um Platz für Neues zu schaffen“, berichtete Jessen nach der Sitzung.

Nötig geworden war eine erneute Diskussion des bereits am 22. September 2016 gefassten Kaufbeschlusses auf Grund von Bedenken aus der Stadtvertretung. Dabei ging es in erster Linie um die Kosten. Nicht nur, dass die Stadt die Grundschuld übernimmt. Die Rest-Hypothek beträgt rund 1,2 Millionen Euro zinslos auf 58 Jahre. Getilgt werden jährlich 20.000 Euro im Jahr. Noch einmal 500.000 Euro kommen durch Grunderwerb, Grunderwerbsteuern und für die Abrissarbeiten hinzu. Und das war auch der Streitpunkt. „Das war einigen in der Stadtvertretung zu teuer, es geht schließlich um viel Geld“, so Jessen.

Geld, das aber durch die neue Bebauung dieses sowie der noch zu erschließenden Nachbarfläche wieder hereinkommen muss und wird, ist der Bürgermeister zuversichtlich. Denn: Bredstedt ist nach wie vor Bedarfzuweisungs-Gemeinde, darf daher keine Grundstücke subventionieren. Für die gesamte Fläche – insgesamt sind es 25.000 Quadratmeter und trägt die Bezeichnung Baugebiet 38 – wurde eine Mischkalkulation erstellt, die letztendlich auch die Grundstückspreise bestimmt. Und die liegen im Rahmen, macht der Bürgermeister deutlich.

Jetzt werden zügig die Abrissarbeiten ausgeschrieben – Interessenten für die Arbeiten gebe es bereits genug. Knut Jessen ist sich sicher: „In diesem Jahr steigen dort noch die Staubwolken hoch.“ Dann geht möglicherweise alles ganz flott. Auf der Fläche, wo derzeit die Blocks stehen, könnten eventuell schon Mitte kommenden Jahres erste Einfamilienhäuser und große Wohneinheiten entstehen. Für die zweite, derzeit noch unbebaute Fläche hin zum Mühlenberg sei ein B-Plan in der Mache, so Knut Jessen. Einen Aufstellungsbeschluss hierfür gibt es bereits seit Februar 2016.

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erstellt am 22.Jul.2017 | 13:00 Uhr

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