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Husumer Nachrichten

21. November 2017 | 07:41 Uhr

Breklum : Dialoge und Melodien sitzen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Vorbereitungen für die Aufführung des Kinder-Musicals „Gott ist gut“ am Reformationstag sind in vollem Gange.

„Gott ist gut, Gott ist gut“, schallt es durch den Flur des kirchlichen Gemeindezentrums „Lutherhof“ in Breklum. Die Zeilen gehören zu einem lebendigen Lied mit fetziger Melodie, die förmlich zum Mitsingen animiert. Elf Schüler aus der Grundschule Breklum-Bredstedt-Bordelum sind gerade dabei, ihrem großen Vorhaben den letzten Schliff zu verpassen. Seit einigen Wochen üben sie intensiv und motiviert das Kindermusical „Gott ist gut“ von Regina Frerich ein. Neben der Gesangseinlage mussten einige längere Dialoge einstudiert werden.

Pünktlich am Reformationstag, Dienstag (31.), der in diesem Jahr aus Anlass des Lutherjahres ein gesetzlicher Feiertag ist, soll es im Rahmen des Gottesdienstes um 10 Uhr in der Breklumer Kirche aufgeführt werden. „Noch zwei Proben haben wir, dann muss alles sitzen. Aber das schafft ihr“, macht Hans-Ulrich Meyer-Petersen den Kindern Mut.

Der Konrektor der Husumer Bürgerschule kümmert sich um den musikalischen Part. Für den schauspielerischen Teil hat die Pädagogin und Kinderbuchautorin Irina Kostic, Lehrkraft in der Schule, die Verantwortung übernommen. „Weil der Kinderchor der Kirchengemeinde im Moment nicht aktiv ist, sind wir eine Kooperation mit der Schule im Rahmen der Offenen Ganztagsschule eingegangen“, erklärt Meyer-Petersen. „Einige der Kinder aus dem Schulchor – Erst- bis Viertklässler – haben sich freiwillig gemeldet. Für die Unterstützung gilt Schulleiterin Renate Harrsen großer Dank.“ Sehr zufrieden sei er mit den jungen Akteuren. Schnell hätten sie Texte und Lieder gelernt.

Das Ergebnis zeigt sich auch in der heutigen Probe. Die Lehrkräfte müssen nur in wenigen Situationen eingreifen. Die einprägsamen Melodien mit Pop- und Rock-Einflüssen sowie den tiefgehenden Texten um das Leben und Schaffen des Reformators Martin Luther (1483 – 1546) sitzen.

Auch die Handlung wird verständlich vermittelt. Nicht ohne Stolz wird sie von den Kids in ihren Kostümen, meist von Müttern geschneidert, überzeugend gespielt. „Mir macht das richtig Spaß“, freut sich Jannik Zimmermann, der einen Bischof darstellt. Er sei zwar heute ein wenig erkältet. Doch sein Solo in dem Lied „Dona nobis Pacem“ werde er hinbekommen. Gleich darauf schmettert er es auch schon zur Musik vom Band mit seiner hellen Tenorstimme völlig fehlerfrei. „Man kann Gottes Liebe nicht kaufen“, so lautet eine der vielen Aussagen der bunten Spielszenen.

500 Jahre ist es her, dass Luther seine Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg annagelte. Bis heute sind sie aktuell geblieben und wirken in die Zukunft. So hat sich Luther vehement gegen falsche Entwicklungen in der Kirche, wie beispielsweise den Ablasshandel, der die Zeit in der Hölle verkürzen sollte, gewehrt. Den Spott darauf lassen die jungen Musical-Stars in dem rockigen „Höllensong“ besonders kraftvoll erklingen. Gott ist nicht nur gut, sondern verzeiht, weil er genau weiß, dass kein Mensch ohne Fehler ist. Er vergibt, weil er seine Geschöpfe liebt und dazu braucht es keiner Gegenleistung, schon gar nicht in Geld. Diese Botschaft wird unter anderem im Musical für Jedermann vermittelt.

„Die Kinder freuen sich schon auf die Premiere, und wir hoffen auf eine volle Kirche“, sagen die Pädagogen unisono. Als Darsteller dabei – teilweise in mehreren Rollen – sind Aljoscha, Nastazia und Milana Kostic, Lenya Thomsen, Lena Petersen, Hanna und Emma Paukert, Jannik Zimmermann, Laura Lehmann, Nathalie Hess und Jonna Jepsen.

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