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Husumer Nachrichten

17. Oktober 2017 | 03:13 Uhr

Hattstedt : Deutlicher geht es kaum noch

vom

Fahrbahnmarkierung am Lehmkuhlenweg weist Autofahrer auf die Begrenzung der Geschwindigkeit hin.

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2013 | 08:12 Uhr

Hattstedt | Die Anwohner im Hattstedter Lehmkuhlenweg können aufatmen. Das dort ansässige Unternehmen Markierung NF hat nicht nur farbige und deutlich sichtbare Fahrbahnmarkierungen mit dem Hinweis auf das Tempolimit von 30 Kilometern in der Stunde angebracht, sondern diese zugunsten der Kommune gespendet. Frank Buhmann, Geschäftsführer des Fachbetriebes, und selbst Anlieger der Straße, dazu: "Wir liegen direkt im Brennpunkt der Bundesstraße 5. Der Lehmkuhlenweg wird von vielen auch als Durchgangsstraße sowie Zuwegung zum Mittelweg und zur Neubausiedlung Rendantenkoppel genutzt. Nur 50 Prozent der Verkehrsteilnehmer halten sich aber an die Tempobeschränkung." Eine amtliche Messung über 48 Stunden hat das ergeben. Der schnellste Fahrer sei dort mit 105 km/h "durchgebrettert".

Allein im ersten Straßenabschnitt von der B 5 aus gesehen leben 17 schulpflichtige Kinder, die täglich die Straße begehen oder mit dem Fahrrad unterwegs sein müssen, so Buhmann. Häufig seien Eltern an ihn herangetreten und hätten nach Lösungsmöglichkeiten gefragt. "Daraufhin habe ich mich mit dem Bürgermeister in Verbindung gesetzt. Bei einer Ortsbesichtigung sind uns dann die Ideen für optisch nicht zu übersehende Hinweise gekommen, denn baulich konnte nichts verändert werden", erläutert Buhmann. Auf dem kurzen Dienstweg seien dann die erforderlichen Genehmigungen eingeholt worden. Sein Mitarbeiter-Team hat die Markierungen aufgebracht. Hattstedts Gemeinde-Chef Ralf Heßmann war begeistert. "Ich bin dankbar für das Engagement des Hattstedter Unternehmens. Das ist gelebtes Miteinander und auch ein Geben und Nehmen", sagte er bei der Abnahme. Buhmann stehe immer parat, wenn es darum gehe, im Dorf zu helfen. Ob es beispielsweise den Straßenlauf des TSV Hattstedt beträfe oder das Internationale Musikfest des Spielmannszuges, stets stelle er kostenlos Absperrungen zur Verfügung. Gefördert worden ist das Projekt durch die Deutsche Studiengesellschaft für Fahrbahnmarkierung (DSGS) im Rahmen des vierten bundesweiten "Tag des Zebrastreifens".

Bundesweit ereignen sich etwa 80 Prozent aller Unfälle mit Fußgängerbeteiligung in Ortschaften beim Überqueren von Straßen. Der Anteil von Kindern und Senioren ist dabei besonders hoch. Ziel der Aktion ist unter anderem die Schaffung von Bewusstsein für die Bedeutung der Fahrbahnmarkierung als wesentliches Element der Straßen und Garant für Sicherheit im Straßenverkehr.

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