Aus den Gemeinden : Deutlich weniger Minus als erwartet

Edith Carstensen stellt die Haushaltszahlen vor.
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Edith Carstensen stellt die Haushaltszahlen vor.

Der Jahresfehlbetrag der Gemeinde Ahrenviöl beträgt rund 70 .000 Euro statt der veranschlagten 1 97.700 Euro.

shz.de von
21. Februar 2018, 21:00 Uhr

Planungszahlen bilden die Basis für jeden Haushaltsplan. Wie die Finanzen tatsächlich stehen, zeigt sich erst am Ende eines Jahres. Und da erlebten die Ahrenviöler Gemeindevertreter in ihrer jüngsten Sitzung eine positive Überraschung. Mit dem Jahresabschluss für 2016 wurden die tatsächlichen Zahlen auf den Tisch gelegt. Und hier zeigte es sich, dass der befürchtete Jahresfehlbetrag deutlich geringer ausgefallen war als veranschlagt. „Und das, obwohl wir im Jahr 2016 ein Grundstück erworben hatten“, erklärte Bürgermeisterin Edith Carstensen.

Ging die Gemeinde damals von einem Jahresfehlbetrag von 197.700 Euro aus, so verwies der Jahresabschlussbericht auf ein Defizit von 69.608 Euro. Diese positive Tendenz ist den hohen Gewerbesteuereinnahmen zu verdanken. So konnte Ahrenviöl 127.000 Euro mehr Einnahmen erzielen. Aber auch bei den Wegeunterhaltungskosten sparte die Kommune. Die Unterhaltungskosten wurden um 47.500 Euro reduziert.

In dem Jahresabschlussbericht wurde der Gemeinde eine verantwortungsbewusste Haushaltsführung bescheinigt. Klar sei aber auch, dass der Jahresabschluss für 2017 andere Zahlen mit sich bringen werde, so Carstensen. Dabei erinnerte sie an die hohen Investitionen in das neue Feuerwehrgerätehaus mit Bildungsraum sowie die Rückführung der eingenommenen Gewerbesteuer. „Da wird das Endergebnis anders aussehen“, ist sich die Gemeinde-Chefin sicher. Doch sie betonte auch, dass die Investitionen für die Zukunft der Gemeinde angelegt seien. Die Gemeindevertretung beschloss, den Jahresfehlbetrag von 2016 in Höhe von 69.608 Euro aus Mitteln der Ergebnisrücklage auszugleichen.

Gute Nachrichten konnte Bürgermeisterin Edith Carstensen auch vom neu errichteten Bildungshaus und Feuerwehrgerätehaus vermelden. Die letzten Elektroarbeiten seien abgeschlossen, und auch die Heizung sei bereits angeschlossen. Die Bestuhlung wurde inzwischen geliefert. In diesem Zusammenhang wurde auch der Vorschlag gemacht, für das neue Haus auch neues Geschirr anzuschaffen. Bereits am 1. Mai soll das Gebäude feierlich eingeweiht werden.

Weiter berichtete die Bürgermeisterin über den vorausgegangenen Amtsausschuss. Dabei sei das Thema Fracking-Verbot besprochen worden. „Dabei haben wir uns für eine frackingfreie Zone ausgesprochen.“ Der Schutz des Trinkwassers und der Naturlandschaft müsse über den wirtschaftlichen Interessen stehen, lautete einmütig die Einstellung der Gemeindevertreter. Derzeit gibt es eine Gesetz, das grundsätzlich ein Verbot von sogenanntem unkonventionellen Fracking bis mindestens 2021 vorsieht. Danach muss der Bundestag entscheiden, ob es bei den Regelungen bleibt. Lediglich vier Probebohrungen im Schiefer-, Ton- , Mergelgestein oder Kohleflözgestein sind zulässig, um bestehende Kenntnislücken beim unkonventionellen Fracking zu schließen. Die Forschungsvorhaben werden nur unter strengen Auflagen und mit Zustimmung der jeweiligen Landesregierung erlaubt.


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