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Upla in Husum : Der weite Weg zum neuen Dockkoog

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Wie die Neugestaltung der Dockkoog-Spitze auf den Weg gebracht werden soll – damit beschäftigen sich Verwaltung und Politik.

von
erstellt am 07.Jul.2017 | 10:00 Uhr

Mit der Neugestaltung des Dockkoogs soll es voran gehen – das hatte die Husumer Politik Ende Mai beschlossen. Doch ganz so einfach ist dieser Beschluss nicht umzusetzen, wie sich auf der Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses am Mittwoch zeigte. Dort ging es um die Dockkoog-Spitze: Nach dem Willen der Politik sollen drei Planungsbüros in einen Ideenwettbewerb einsteigen und im September vorlegen, was auf diesem Areal geschehen könnte. Dabei müssen die drei Büros auch Ideen mit einfließen lassen, die eine Bürgerwerkstatt zur Gestaltung des Dockkoogs 2012 erarbeitet hat. So der mehrheitliche Beschluss der gewählten Vertreter im Mai – der aber aus Sicht der Verwaltung einige Schwierigkeiten aufweist. Welche, erläuterte Bauamtschef Jörg Schlindwein.

Problem Nummer eins: Die Teilnehmer der Bürgerwerkstatt hatten zwar viele Ideen – ob diese aber realistisch umsetzbar sind, sei damals nicht geprüft worden, so Schlindwein. Unter anderem stehen auf der Bürger-Ideen-Liste: Ein Fähranleger/Steg, eine schwimmende Bühne, eine Sauna, ein Meerwasserbadesee, eine umlaufende Promenade, Bolzplatz, Umkleidekabinen, windgeschützte Liegeplätze und Fahrradständer. Er halte es für problematisch und vor allem für sehr teuer, drei Planungsbüros damit zu beauftragen, all diese Vorschläge auf ihre Machbarkeit prüfen zu lassen, so Schlindwein. Deshalb schlage er vor, dass diese Prüfung vorab von der Verwaltung übernommen werde.

Er und seine Kollegen hatten die Machbarkeit der oben genannten Ideen vor der Sitzung schon einmal grob eingeschätzt und in die Kategorien grün, gelb und rot einsortiert. Diese farblich unterlegte Liste präsentierte Schlindwein den Ausschussmitgliedern – die dieses Vorgehen gar nicht gut fanden. So kritisierte Alfred Mordhorst (CDU), dass offenbar die rot unterlegten Ideen, wie beispielsweise der Fähranleger/Steg, schon vom Tisch seien, bevor man sich mit ihnen näher befasst habe. „Es ist unglücklich, wenn Ergebnisse vorweg genommen werden“, befand auch Horst Bauer (SPD), „grundsätzlich aber halte auch ich es für sinnvoll, wenn die Verwaltung deutlich macht, welche Ideen sie kritisch einschätzt. Wir müssen bei dem Thema ja strukturiert voran kommen.“ Angesichts dieses Gegenwinds versicherte Schlindwein, dass die Ideen natürlich noch nicht vom Tisch seien, nur weil die Verwaltung sie rot markiert habe. Es gehe der Verwaltung lediglich darum, einige sinnvolle Vorarbeiten zu leisten, bevor externe Planungsbüros eingeschaltet werden.

Um die geht es beim Problem Nummer zwei: Aus Sicht der Verwaltung ist der Beschluss, drei Büros parallel damit zu beauftragen, Ideen für das Gelände zu entwickeln, schwierig umzusetzen. Nicht nur, weil es nicht einfach sei, drei Büros zu finden, die dafür kurzfristig Zeit hätten. Das Ganze wäre auch unnötig teuer – man rechnet mit einem fünfstelligen Betrag – und würde das Verfahren nicht unbedingt beschleunigen. Vorschlag von Schlindwein: Nach der Sommerpause stellen sich drei Büros den politischen Vertretern vor, eines bekommt den Zuschlag. Diesen Planern könnte die Politik dann ganz genau sagen, was auf der Dockkoog-Spitze gewollt sei und was nicht. Diesem Vorschlag stimmte die Politik letztendlich zu. Dass dies vielleicht zielführender sei als am Ende drei verschiedene Planungen vorliegen zu haben, sah am Ende auch der Ausschussvorsitzende Ulf von Hielmcrone so: „Wie ich uns kenne, würden wir dann am liebsten die besten Ideen aus allen drei Planungen übernehmen.“ Und das wäre rechtlich nicht möglich, wie auch Schlindwein bestätigte.

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