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Freude in Friedrichstadt : Der Wanderweg ist wieder geöffnet

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Schließung des Friedrichstädter Deichwanderweges ist beendet. Ab sofort kann er wieder genutzt werden. Nun geraten die Hundehalter ins Visier, die ihre Tiere unerlaubt auf dem Deich frei laufen lassen.

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erstellt am 08.Mär.2016 | 11:00 Uhr

Die Sperrung des Wanderweges entlang des Eiderdeiches in Friedrichstadt ist aufgehoben. Gestern trafen sich im Rathaus des Holländerstädtchens bei Bürgermeister Eggert Vogt Vertreter des Landesbetriebes für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN), des Eider-Treene-Verbandes aus Pahlen und der neue Pächter dieses Abschnitts. „Es gab keine langen Diskussionen, die Sperrung wird aufgehoben, ab sofort können die Friedrichstädter und ihre Gäste wieder auf der Deichkrone von der Eiderbrücke bis zur Schleuse entlang wandern“, sagt ein sichtlich zufriedener Bürgermeister.

Verärgert hatten Einwohner bei der Stadt angerufen und sich darüber beklagt, dass der Deichwanderweg seit Anfang dieses Jahres gesperrt war. Auf dem Deich neben der Eiderbrücke, wo bislang ein hölzerner Übergang über den Zaun aufgebaut war, stehe nun ein Schild mit der Aufschrift „Zutritt verboten“, wurde die Stadt unterrichtet, zudem sei der hölzerne Übertritt abgebaut worden. Dies sei auch in Höhe des Friedrichstädter Campingplatzes am Deich geschehen.

Zuständig für diesen Bereich ist der Eider-Treene-Verband in Pahlen. Der setzte sich mit dem neuen Pächter in Verbindung und dieser erläuterte gestern seine Beweggründe für die Sperrung. Immer wieder, so berichtete Vogt aus dem Gespräch, hätte der Schafhalter Hunde frei auf dem Gelände laufen gesehen. Die Tiere hätten häufig dessen Schafe in Gräben und Zäune getrieben. Daher habe sich der Pächter genötigt gesehen, ein Betretungsverbot auszusprechen.

Als erste Reaktion auf die Sperrung Anfang des Jahres sagte das Stadt-Oberhaupt: „Für uns Friedrichstädter ist der Weg auf dem Deich sehr wichtig, denn wir haben in unmittelbarer Nachbarschaft der Stadt nur wenige geeignete Spaziermöglichkeiten, es gibt auch keine Wälder. Die Bürger sind quasi auf diesen Weg für einen Rundgang in der Natur in Stadtnähe angewiesen.“

Gestern nun einigte man sich auf die Wiederöffnung des Weges. Dies gelte quasi ab sofort, erläuterte Vogt, allerdings müssten noch die Verbotsschilder entfernt und neue Übertritte installiert werden. Auf Pforten, beziehungsweise sich selbst schließende Türen, verzichte man, denn in der Vergangenheit sei häufig beobachtet worden, dass diese Türen sogar festgebunden worden seien. „Das ist viel zu gefährlich, denn in der Nähe verläuft ja die Bundesstraße.“ Alle am Rathausgespräch Beteiligten einigten sich darauf, künftig den Deichwanderweg verstärkt im Auge zu behalten. Auch die Stadt werde dort zwischenzeitlich immer mal kontrollieren, sagt Vogt. Und sollten Hundehalter erwischt werden, die ihre Tiere freilaufen ließen, dann bleibe es nicht bei einer Belehrung. „Wir haben uns darauf geeinigt, sofort Anzeigen zu erstatten“, sagt der Bürgermeister.

Die ganze Geschichte hat aber auch einen positiven Effekt für die Stadt. Friedrichstadt ist nämlich größer als bislang angenommen. Es stellte sich heraus, dass die Deichkrone von der Eiderbrücke bis zum Denkmal in Höhe des Campingplatzes nicht den Deichverbänden, sondern der Stadt gehört. Allerdings hat dieser Geländegewinn keinen großen Vorteil, für die Stadt, außer dass sie ein paar Quadratmeter größer geworden ist. „Viel besser als dieser Zugewinn wäre die Möglichkeit gewesen, nicht nur bis, sondern auch über die Schleuse hinweg den Deich nutzen zu können,“ sagt Vogt, diessei aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Für Spaziergänger ist damit an der Schleuse am Friedrichstädter Hafen Schluss.

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