Viele Unterstützer : Der Traum vom Museum wird wahr

Im Haus ist viel passiert – die  Bauarbeiten schreiten voran. Im nächsten Jahr stehen  Außenarbeiten auf dem Plan.
Im Haus ist viel passiert – die Bauarbeiten schreiten voran. Im nächsten Jahr stehen Außenarbeiten auf dem Plan.

Die Hans-Momsen-Gesellschaft hat viele Freunde: Dazu gehören die Europäische Union und Friede Springer, die mit finanziellen Mitteln helfen, dass aus dem ehemaligen Wohnhaus Hans Momsens in Fahretoft ein Museum wird.

shz.de von
20. Dezember 2013, 12:00 Uhr

„So ein altes Haus wie das von Hans Momsen braucht seine Zeit. Und es braucht die alten Handwerker.“ Mit diesen Worten begann Hans Werner Paulsen den Jahresbericht der Hans-Momsen-Gesellschaft, die im Gemeindehaus ihre Generalversammlung abhielt. Doch allen Neuigkeiten stellte der Vorsitzende diese gute Nachricht voran: „Das von der Gesellschaft erworbene Momsen-Haus auf der Gabrielswarft ist dank eines Zuschusses der Europäischen Union bezahlt.“ Paulsen bezeichnete das zurückliegende als „ein gutes und bewegtes Jahr“. Die Bauarbeiten seien weiter fortgeschritten. „Das Haus ist immer bekannter geworden.“

Der Vorsitzende nannte Details zur Verwandlung des ehemaligen Wohnhauses Momsens in ein Museum. So ist das bleiverglaste Fenster zwischen Flur und Dörnsch dank Dr. Ocke Momsen wieder an Ort und Stelle. Silke Klockenhoff-Schütt aus Keitum, eine Nachfahrin Momsens, hat der Gesellschaft eine Bornholmer Uhr zur Verfügung gestellt. Am Sod auf der Gabrielswarft wurde geologisches Interesse bekundet. Auf der Warft selbst soll nach Resten der ersten Kirche gesucht werden. Momme Ocke Momsen hat der Gesellschaft 10 000 Euro gespendet. Die Verlegerwitwe Friede Springer, die der Gesellschaft bereits 74 150 Euro gestiftet hatte, ist mit weiteren 50 000 Euro eine überaus großzügige Unterstützerin. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sponsert Reetdach und Katschur mit 5000 Euro. Hans Werner Paulsen dankte aber auch den am Haus tätigen Handwerkern, die ihre Arbeit teilweise ehrenamtlich leisten.

Der mit Sand und Schotter verfüllte Keller ist inzwischen geleert. Die von Georg Bohnsack mit Bibelmotiven versehenen 900 Fliesen sind von Melf Paulsen in der Stube angebracht worden. Das Haus wird mit Fernwärme beheizt. Wasser- und Stromversorgung sind installiert. 2014 beginnen die Außenarbeiten. „Es läuft gut“, freute sich der Vorsitzende über alle Fortschritte. Er und Schatzmeister Matthias Rickertsen sind wiedergewählt worden.

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