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Ideenreichtum an der Hermann-Tast-Schule : Der Tag der fliegenden Eier

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ei, ei, ei – was für ein Spaß: Beim Egg-Race an der Hermann-Tast-Schule holten sich Kjell Ziegert und Florian Wochele den Sieg. Die beteiligten Gymnasiasten warteten wieder einmal mit beeindruckenden Konstruktionen auf.

„Es ist unglaublich, welche Ideen die Schüler umgesetzt haben, um den Auftrag umzusetzen.“ Lehrer Nils Bücker war in seiner Eigenschaft als Jury-Mitglied beim alljährlichen Egg-Race begeistert davon, was da gestern in der Aula der Hermann-Tast-Schule ablief. Der Auftrag im Zuge des physikalisch-technischen Wettbewerbs der Blumensaat-Stiftung bestand diesmal darin, eine Konstruktion herzustellen, mit der ein rohes Ei von einem Tisch möglichst weit transportiert wird – heil.

Kjell Ziegert und Florian Wochele traten als letzte der 50 Teilnehmer auf den Plan. Die beiden aus der Klasse 6 e waren beim Aufbau ihres Papierkunstwerks von dem einen oder anderen Mitschüler unter den zahlreichen Schaulustigen misstrauisch beäugt worden: Was soll das denn werden? Ein mehr als ein Meter langes, senkrecht aufgestelltes Rohr und am Fuß ein Ei, das von zwei Rädern gehalten wird – so sah das Gebilde zunächst einmal aus.

Doch schon nach wenigen Sekunden verstummten die skeptischen Stimmen. Das Rohr neigte sich gen Fußboden und entpuppte sich als Führungsschiene für die Doppelrad-Konstruktion, mit der das Ei transportiert wurde. Staunend verfolgte nicht nur die Jury – neben Bücker die Lehrer Ralf Kammann, Helmut Schönning und Friedrich Twenhöven – das Gefährt, das nicht aufhören wollte zu rollen. Und wäre da nicht die Küchentheke gewesen, das Ei wäre immer noch unterwegs. So wurde es aber unfreiwillig bei über 9,50 Meter gestoppt. Und damit landeten Kjell und Florian uneinholbar auf Platz eins.

Auch die anderen Teilnehmer bestachen durch ihren Ideenreichtum. So gab es zum Beispiel Rampen, über die das empfindliche Ei wohlverpackt auf den Weg geschickt wurde. Oder das in Papier verpackte Ei katapultierte nach vorn. Ein anderes Mal ging die zerbrechliche Ware mit einem Schuhkarton auf die Reise. Die Begeisterung unter den Zuschauern war riesengroß – und immer wieder wurden die Konstrukteure angefeuert. „Segler Finn“, wie das fliegende Gefährt von seinem Erbauer Finn Broder Carstensen benannt wurde, zog die Blicke wie ein Magnet auf sich. Muchsmäuschenstill war es, als der Elfjährige das Segelflugzeug mit mehreren Gummis auf Spannung brachte und in die Luft schickte. Jelka Vagt und Katharina Thomsen legten einen auffälligen Auftritt hin. Getragen von einer goldfarbenen Kaiserkrone auf einem samtweichen Kissen, wurde das in einer großen Kugel verpackte Ei auf den Tisch gestellt. Dann verbanden sie die Konstruktion mit einer gespannten Halterung – und schon ging die rollende Reise los. Vom Tisch aus flog das Kunstwerk fast einen Meter tiefer auf den Boden, wo es unter dem Jubel der Zuschauer und den erstaunten Blicken der Jury seine Reise erfolgreich fortsetzte. Mit 6,94 Meter belegten die beiden damit den zweiten Platz, gefolgt von Gotje Ivers und Peer Fischer, die mit ihrem rollenden Eiertransporter immerhin 4,40 Meter schafften.

Mit Sonderpreisen wurden Josef Kögel für die „beste handwerkliche Ausführung“ und das Team um Malou Corinth, Sintje Schwarze und Imke Sievers sowie Finn Broder Carstensen für eine „gelungene Konstruktion“ belohnt.

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erstellt am 11.Feb.2014 | 08:00 Uhr

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