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Husumer Nachrichten

11. Dezember 2017 | 16:50 Uhr

Der Sylter Strandkorb kommt aus Rantrum

vom

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Wir hatten lange warten müssen. Aber nun war es endlich so weit. Mit unserer Klassenlehrerin Britta Kruse fuhren wir, die Schüler der Klasse 4 a der Jens-Iwersen-Schule aus Hattstedt nach Rantum, um zu sehen, wie Sylter Strandkörbe hergestellt werden. Der Betrieb war gar nicht leicht zu finden. Ein als Strandkorb gestalteter Eingang führte schließlich zum richtigen Gebäude. Dort hieß uns Betriebsleiter Willy Trautmann willkommen. Während der Betriebsführung konnten wir mitverfolgen, wie ein Strandkorb entsteht. Wir warfen einen Blick ins Lager, wo die Hölzer lagern und in die Tischlerei, wo diese weiterverarbeitet werden. Auch beim Flechten, der Auswahl der Stoffe und beim Zusammensetzen der Teile bis hin zum fertigen Strandkorb waren wir dabei. Es ist schon erstaunlich zu sehen, dass in einem einzigen Strandkorb 124 Leisten verarbeitet sind.

Völlig fasziniert waren wir vom Korbflechten, das hier noch von Hand erfolgt. Auf die Frage von Bernadette, wie viel Peddigrohr für einen Strandkorb gebraucht wird, erfuhren wir, dass nur noch mit Kunststoff gearbeitet wird. 500 Meter Band stecken in einem einzigen Strandkorb. Dafür benötigt ein geübter Korbmacher fünf bis acht Stunden. 600 bis 900 Strandkörbe werden jährlich produziert - und das von nur 16 Mitarbeitern.

Auf Hannes Frage, welche Prominenten einen Sylter Strandkorb gekauft haben, nannte Trautmann die Namen von Gunther Sachs, Karl Lagerfeld und Johannes B. Kerner. Bei der Anfertigung bemüht sich das Unternehmen, auf Kundenwünsche einzugehen, doch nicht alle Stoffe eignen sich für die Verarbeitung.

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