Tricks der Extraklasse : Der Rapper mit der Zauberkiste

Lässt auf der Bühne ganz klassisch Blumen sprechen – und auch schon mal Gegenstände verschwinden: Multitalent Bahne Beliaeff.
Lässt auf der Bühne ganz klassisch Blumen sprechen – und auch schon mal Gegenstände verschwinden: Multitalent Bahne Beliaeff.

Der Jung-Musiker Bahne Beliaeff hat noch ein anderes großes Talent: Der 15-jährige Husumer wandelt auf den Pfaden des Zauberers „Hardini" – und begeistert damit das Publikum.

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25. März 2014, 18:00 Uhr

Husum | „Ich möchte eine Theater-Schauspielausbildung machen“, verrät Bahne Beliaeff. Dabei versprühen die Augen des 15-Jährigen ein gewisses Feuer. Nicht das einzige Zeichen, das Zweifel erst gar nicht aufkommen lässt: Der Theodor-Storm-Schüler bringt dafür genau die richtigen Voraussetzungen mit. Mit seinen Musik-Videos und CDs heimste der Jung-Rapper bereits einige Studio- und Bühnenerfolge ein. Furore machte er jüngst auch mit einem im Internet veröffentlichten Lied für den an Leukämie verstorbenen, langjährigen Redaktionsleiter der Husumer Nachrichten, Thomas Graue.

Musik ist eben sein Hobby. Daneben hat der zielorientierte junge Mann mit dem Künstlernamen „Beliaz“ vor vier Jahren die Zauberei für sich entdeckt. „Ich habe intensiv geübt. Das Meiste habe ich mir aus Fachbüchern angelesen und nach einem halben Jahr hatte ich meinen ersten Auftritt“, berichtet er stolz. Das Publikum sei begeistert gewesen – und das habe ihm noch mehr Auftrieb gegeben. Regelmäßige Auftritte bei Familienfeiern, Jubiläen oder zu Jahresversammlungen von Vereinen hätten sich dank Mund-zu-Mund-Propaganda rasch ergeben.

Seinen größten Erfolg konnte der Jung-Zauberer anlässlich der Theaternacht in Lübeck verbuchen. Im Kobald-Theater sei er regelrecht gefeiert worden, so Beliaeff. Der Gymnasiast liebt es, mit seinem Publikum zu spielen, es einzubeziehen und den einen oder anderen Trick schon mal durchschauen zu lassen. Allzugern zaubert er mit Hilfe der Zuschauer aus einer einfachen Plastikblume einen bunten Strauß. Oder er lässt Dinge vor ihren Augen verschwinden und irgendwo im Saal wieder auftauchen. Natürlich müssen die Besucher von selbst darauf kommen, wie es funktioniert, denn verraten wird natürlich nach altem Zauberer-Ehrenkodex nichts. „Jedesmal ist es klasse. Die Menschen mögen das“, schwärmt Beliaeff.

Das Multitalent hält nichts von High-Tech-Zauberei unter Zuhilfenahme moderner PC-Technik. Beliaeff liebt das traditionelle Zauberhandwerk. Stolz ist er auf seine große Zauberkiste. Die hat ihm der in der Region bekannte Zauberer „Hardini“, der mittlerweile verstorbene Tönninger Jürgen Blümel, vererbt. „Er hat ähnliche Tricks benutzt wie ich. Ihn habe ich sehr bewundert“, erzählt der Hobby-Zauberer. Vorbilder habe er ansonsten nicht. „Ich mache mein eigenes Ding – so wie in der Musik“, sagt er selbstbewusst.

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