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Debatte über Kot : „Der Norderring ist das Hundeklo von Garding“

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Hunde und Katzen machen Bürgern der Stadt Ärger: Betroffene Einwohner diskutieren über Möglichkeiten, die Situation zu verbessern. 2013 wurden laut Volker Ketels, Initiator des Bürgertreffs, 50.000 Tüten verteilt.

Seit fast zwei Jahren treffen sich Gardinger zum Bürgertreff und diskutieren über Themen, die ihnen wichtig sind. In der Gaststätte Walhalla stand das Thema Katzen und Hunde auf der Agenda. Wie sehr es den Bürgern auf der Seele liegt, ist daran zu erkennen, dass darüber schon mehrmals gesprochen und diskutiert wurde. „Das Problem mit diesen Tieren ist ganz schön nervig“, bekundete ein Gast aus der Runde. Doch dieses Problem, würde durch uneinsichtige und rücksichtslose Tierhalter verschlimmert.

Was in der Runde erzählt wurde, ist beschämend. „Ich bin immer wieder von Tierhaltern angepöbelt worden, als ich sie auf die Verunreinigung angesprochen habe“, berichtete eine Gardingerin. Dabei sind in der Stadt an sieben Stellen Behälter mit Tüten aufgestellt. „Im vergangenen Jahr wurden 50.000 Tüten verteilt“, berichtet Volker Ketels, Initiator des Bürgertreffs.

Doch damit nicht genug. „Entlang des Norderrings stinkt es schlimmer als auf dem Bahnhof“, gab ein weiterer Besucher zu Protokoll. Er selbst sei Hundebesitzer und führe immer mehrere Kot-Tüten mit sich. „Doch offensichtlich bin ich damit eine Ausnahmeerscheinung.“ Eine weitere Teilnehmerin des Bürgertreffs wurde noch deutlicher. Sie ist verpflichtet, den Grünstreifen vor ihrem Haus sauber zu halten. „Ich weigere mich, da ich jeden Tag mindestes zehn Tüten benötige, um die Hinterlassenschaften der Vierbeiner wegzuräumen. Der Norderring ist das Hundeklo von Garding.“

Aber auch die Katzen machten vielen Bürgern der Stadt viel Ärger. So berichtete ein Teilnehmer von seinem täglichen Ärger. „Bevor ich meine Kinder in den Sandkasten schicke, muss ich die Spielstätte durchrechen und von Katzendreck säubern.“ Täglich würde er mindestens 50 Haufen zählen. „Das Problem für mich ist, dass ich keine Handhabe habe, dagegen vorzugehen.“ Die einzige Möglichkeit wäre, die Tiere zu fangen um so die Eigentümer zu ermitteln. In diesem Zusammenhang wurden Katzenfallen ins Gespräch gebracht. Dabei würden die Tiere gefangen, ohne das sie dabei verletzt würden. „Ich glaube, diese Themen werden uns noch länger beschäftigen“, gab Ketels am Ende der Diskussion zu verstehen und appellierte an die Tierhalter, sich doch besser um ihre Vierbeiner zu kümmern.

Ein weiterer Punkt beim Bürgertreff war die vorgesehene Tulpenpflanzaktion in Garding und Kirchspiel Garding. Insgesamt sollen Ende Oktober 10.000 Tulpenzwiebeln gesetzt werden, so Ketels. Die Pflanzen würden später dunkelrot blühen. Zur ersten Pflanzaktion treffen sich Interessierte und Unterstützer der Aktion am Sonnabend (25.) um 10 Uhr auf dem Graureiherparkplatz. In Gruppen würden sie dann ausschwärmen und an den bereits markierten Stellen die Frühlingsblumenzwiebeln setzen. Die ganze Aktion sei bereits mit dem Bauhof besprochen, bestätigte Ketels. „Wir brauchen viele Helfer, die, wenn möglich, auch einen Spaten mitbringen.“ In erster Linie würden stadteigene Flächen verschönert. „An manchen Stellen müssen wir jedoch die Anlieger oder Eigentümer der Grundstücke um Erlaubnis fragen“, stellte Ketels klar.

Der Bürgertreff findet jeden dritten Mittwoch im Monat ab 20 Uhr in der Gaststätte Wallhalla statt.



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erstellt am 22.Okt.2014 | 12:30 Uhr

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