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Husumer Nachrichten

11. Dezember 2017 | 01:54 Uhr

Ein Schwabe im Norden : Der Neue ist angekommen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der gebürtige Stuttgarter Christoph Siewert (46) hat die Leitung der Ferdinand-Tönnies-Schule in Husum übernommen – und ist jetzt schon begeistert von seiner neuen Aufgabe.

In der Flensburger Chaussee 30 hat jetzt ein waschechter Schwabe das Sagen: Christoph Siewert übernahm im August die Leitung der Ferdinand-Tönnies-Schule (FTS) von Peter Empen, der einen Monat zuvor in den Ruhestand verabschiedet worden war (wir berichteten). Der gebürtige Stuttgarter hat den schwäbischen Dialekt allerdings längst abgelegt. „Ich bin als kleines Kind in den Norden zwangseingebürgert worden“, scherzt der 46-Jährige auf Hochdeutsch.

Sein Abitur hat Siewert in Heide gemacht und anschließend an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät in Kiel auf Lehramt für die Fächer Englisch und Geschichte studiert. In dieser Zeit verbrachte er auch ein Jahr als „assistant teacher“ in England. Nach seinem Studium war er unter anderem in Heide stellvertretender und kommissarischer Schulleiter, bevor er nach Erfde wechselte, wo er die Schulleitung übernahm. Doch der demografische Wandel führte dazu, dass Siewerts Schule die Eigenständigkeit verlor und einer größeren Bildungseinrichtung zugeordnet wurde – „eine traurige Entwicklung, die auch in Zukunft immer mehr Schulen betreffen wird“. Das Land musste für ihn eine neue Stelle bereitstellen und setzte ihn als Leiter an der FTS ein.

An seinem neuen Arbeitsplatz macht er fast täglich neue Erfahrungen – gute. „Ich bin in einer Schule angekommen, in der ich eine wunderbare erweiterte Schulleitung angetroffen habe, von der ich große Unterstützung erhalte.“ Aber auch vom Kollegium sei er freundlich und mit offenen Armen empfangen worden. Dazu schätzt er die kulturelle Vielfalt der Gemeinschaftsschule. „Der große Anteil an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund ist für die Schule ein Gewinn, denn er spiegelt die gesellschaftliche Entwicklung wider.“ Neue Ideen und neue Anregungen, davon lebe die Schule – und damit sei dies eine besondere Form der Inklusion.

Derzeit sei er noch in der Sortierphase, verrät Siewert. „Ich möchte zuerst herausfinden, was das Kollegium ausmacht und was für die Schüler gut und wichtig ist.“ Schon jetzt sind bei ihm Wünsche der Schüler eingegangen, auf die er gerne eingehen möchte. „Ich möchte unter anderem die Schulpartnerschaft wiederbeleben.“ Auch die Umgestaltung des Schulgeländes stehe auf seiner Wunschliste und jener der Schüler.

Was die technische Ausstattung und den baulichen Zustand der Schule betrifft, so sei er positiv überrascht worden. „Hut ab vor dem Schulträger, hier hat sich die Stadt Husum nicht lumpen lassen.“ Nur durch Investitionen könne ein Schulstandort langfristig erhalten werden. Bei der freien Schulwahl beeinflusse auch das Erscheinungsbild der Schule die Entscheidung der Eltern.

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