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Husumer Nachrichten

24. Oktober 2017 | 12:26 Uhr

Ab ins Watt! : Der Nationalpark hat Geburtstag

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Mit zahlreichen Veranstaltungen und vielfältig wird das 30-jährige Bestehen des Schutzgebietes Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer gefeiert. Seit gut sechs Jahren ist der Nationalpark zudem Weltnaturerbe.

shz.de von
erstellt am 25.Mär.2015 | 16:00 Uhr

Als „Ort, wo sich Himmel und Erde eine Bühne teilen“ wird das Wattenmeer auf der offiziellen Unesco-Welterbe-Internetseite beschrieben. Tatsächlich ist diese Landschaft vor den Deichen und Stränden der Westküste Schleswig-Holsteins ein faszinierendes Kleinod der Natur – eines, das seit nunmehr 30 Jahren unter dem größtmöglichen Schutz steht: dem eines Nationalparkes. Und dieser Geburtstag wird mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert.

Den Auftakt übernehmen die Naturschützer der Schutzstation Wattenmeer am 30. März unter dem Motto „Ab ins Watt!“: Sie bieten insgesamt 17 Einzelveranstaltungen an etlichen Orten entlang der Küste von Hörnum auf Sylt bis nach Friedrichskoog an. Ebenfalls am 30. März findet im Multimar-Wattforum in Tönning eine „Geburtstagsführung“ (14 Uhr) statt. Bis einschließlich Oktober sind dann jeweils am 30. eines Monats weitere Ereignisse geplant: von Exkursionen der Nationalpark-Watt- und Gästeführer über Ausstellungen – nicht zu vergessen ein Sommerfest im Wattforum und eine große Müllsammelaktion. Viele Nationalpark-Partner beteiligen sich mit speziellen Angeboten und Aktionen. Das komplette Jubiläumsprogramm ist im Internet zu finden (www.nationalpark-wattenmeer.de/sh/30-jahre-nationalpark).

Zum Nationalpark erklärt wurde das schleswig-holsteinische Wattenmeer durch das am 22. Juli 1985 vom Landtag verabschiedete Nationalpark-Gesetz. Das genaue Geburtstagsdatum ist der 1. Oktober 1985: An diesem Tag trat das Gesetz in Kraft.

Viel ist seitdem geschehen: Die Novelle des Nationalpark-Gesetzes mit Erweiterung um ein Wal-Schutzgebiet und das Ende der Jagd im Jahr 1999, Managementkonzepte für den Küstenschutz und die Salzwiesen sind nur einige Beispiele. Mit einem Team von Gebietsbetreuerinnen und -betreuern hat der Nationalpark ein „Gesicht“ bekommen, die Besucherinformation vor Ort wurde auf- und ausgebaut, und zahlreiche Unternehmen und Institutionen aus Tourismus und Naturschutz konnten als Nationalpark-Partner gewonnen werden. Aber auch weit über die Region und das Land hinaus hat der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer Zeichen gesetzt, hat als Vehikel fungiert, um „große“ Themen zu bewegen – bei internationalen Regierungskonferenzen zum Schutz des Wattenmeeres, durch das Drängen auf Verbote zur Verklappung von Dünnsäure und Klärschlamm in die Nordsee und auf die Anerkenntnis aller Anrainer zu ihrer Verantwortung für den Schutz von Meeren und Küsten.

In die Weltliga des Naturschutzes aufgestiegen ist der Nationalpark dann 2009, als die Unesco, die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation, den deutschen und niederländischen Teil des Wattenmeeres in die Liste der Weltnaturerbestätten aufgenommen hat. Und hinein in die Vorbereitungen zum fünften Geburtstag im Juni 2014 platzte die Nachricht, dass auch das dänische Wattenmeer in das Wattenmeer-Welterbegebiet einbezogen wird. Das Credo „Drei Staaten – ein Ökosystem“ ist seitdem Realität.

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