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Husums Walk of Fame : Der Mimenstieg kann kommen

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ede-Sörensen-Stiftung und Filmtage-Kuratorium haben bereits erste Mitstreiter für die Idee eines Husumer Walk of Fame gewinnen können. Wenn alles nach Plan läuft, könnte der noch in diesem Jahr Formen annehmen.

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erstellt am 30.Mai.2017 | 13:00 Uhr

Noch ist nicht klar, wann er kommt und wie er aussehen wird. Aber dass er kommt, ist beschlossene Sache. „Natürlich wird unser Mimenstieg kleiner und bescheidener ausfallen als sein amerikanisches Vorbild und auch nicht Walk of Fame heißen“, sagt Hans-Peter Schweger, Kuratoriumsmitglied der Husumer Filmtage. Doch wenn alles nach Plan läuft, könnten die ersten Steine mit den Namen bedeutender Schauspieler, Regisseure und Produzenten aus Schleswig-Holstein noch vor Beginn der 32. Husumer Filmtage in den Gehweg auf der Neustadt eingelassen werden. Im Bauausschuss und im Ausschuss für Schule, Kultur und Sport wurde das Ansinnen bereits behandelt und für gut befunden. Dass es seitens der Politik keine Bedenken gab, dürfte allerdings auch damit zusammenhängen, dass der Stadt durch den „Mimenstieg“ (Arbeitstitel) keine Kosten entstehen.

Die Idee zu dem Projekt hatte Bürgervorsteher Peter Empen. Und beim Kuratorium der Husumer Filmtage rannte der höchste Repräsentant der Stadt damit natürlich offene Türen ein. Dritter im Bunde ist die Ede-Sörensen-Stiftung. Die Husumer Kulturstiftung hat sich bereit erklärt, Mitstreiter für das Projekt zu suchen – und kann auch schon auf erste Erfolge verweisen. Die Nord-Ostsee-Sparkasse will ebenso in das Projekt einsteigen wie die Stadtwerke Husum GmbH. „Und einige Anfragen laufen noch“, berichtet der Stiftungsvorsitzende Michael Feddersen.

Wie Empen und die Kuratoriumsmitglieder der Filmtage ist auch er zuversichtlich, dass es womöglich noch in diesem Spätsommer losgehen kann. „Wir müssen ja nicht alle Steine auf einmal setzen“, sagt Hans-Peter Schweger.

Apropos Steine: Die Frage, in welchem Material die Namensschilder angefertigt werden sollen, zählte zu den kniffligsten des gesamten Projekts. „Metall oder Fliesen – das war hier die Frage“, bemüht Schweger ein geflügeltes Wort von William Shakespeare. Immerhin sollen die Tafeln direkt in das Pflaster des Gehweges vor dem Kino-Center und entlang der Neustadt eingelassen werden. Da ist die Sicherheit natürlich oberstes Gebot. „Wir wollen ja nicht, dass da jemand durch den Mimenstieg zu Fall kommt und sich verletzt“, lassen Stephan Hartung vom Kino-Center und der Volkshochschuldirektor die Diskussionen im Filmtage-Kuratorium noch einmal Revue passieren. Deshalb wurde von Metalltafeln Abstand genommen. „Zu rutschig“, sagen die beiden und sehen sich in dieser Auffassung von Experten bestätigt. Stattdessen wird eine witterungsfeste Fliese geprüft, mit der eine Töpferei aus Brunsbüttel bereits den sogenannten Kohlregentinnenstieg in Marne (Kreis Dithmarschen) ausgestattet hat.

Ebenfalls noch offen ist, wie die Fliesen gestaltet werden sollen. „Wir haben dazu mehrere Entwürfe vorliegen“, sagt Schweger, der kommende Woche in die Kanalstadt fahren und prüfen will, ob diese sich umsetzen lassen – und wenn ja, wie. „Danach sind wir dann hoffentlich schlauer.“

Auch die Stadt hat ihre Unterstützung zugesagt. Wenn feststeht, wie die Fliesen aussehen sollen, will Bürgermeister Uwe Schmitz dafür sorgen, dass das Team vom Kommunalen Service-Betrieb Husum (KSH) darangeht, sie zu installieren. Insgesamt sind um die 40 Fliesen vorgesehen. Schleswig-Holsteiner, die Kino-Geschichte geschrieben haben, gibt es mehr als genug. Das haben nicht zuletzt die Gäste der Filmtage unter Beweis gestellt: „Lotti Huber, Gerhard Olschewski, Vadim Glowna, Richy Müller, Hardy Krüger, Axel Milberg, Renate Delfs und Axel Prahl sind da nur eine Auswahl“, wissen die Mitglieder des Kuratoriums zu berichten. Wie es mit dem Mimenstieg weitergeht, und ob er später tatsächlich diesen Namen tragen oder ganz anders heißen wird, werden die kommenden Monate zeigen. Wenn es nach Hans-Peter Schweger ginge, wäre es toll, „wenn wir zur Eröffnung der Husumer Filmtage 2017 den ersten Stein setzen könnten – am besten für unseren diesjährigen Ehrengast, den Schauspieler, Gerhard Olschewski“.

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