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Keine Chance für Stromfresser : Der Kreis hilft beim Strom sparen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Beim Strom sparen und Kosten senken: Bei diesem Vorsatz für 2014 unterstützt der Kreis Nordfriesland seine Bürger. Klimaschutzmanager Gunnar Thöle ist dafür der richtige Ansprechpartner im Kreishaus in Husum, denn er verleiht Strommessgeräte kostenlos für vier Wochen.

shz.de von
erstellt am 30.Dez.2013 | 12:00 Uhr

Zum 1. Januar 2014 werden die Strompreise in vielen Haushalten wieder ansteigen. Nordfriesen, die ihren Stromverbrauch und damit auch ihre Kosten verringern möchten, haben die Möglichkeit, im Kreishaus in Husum Strommessgeräte für vier Wochen kostenlos auszuleihen.

Mit dieser Technik lassen sich im eigenen Haushalt Stromfresser aufspüren. „Wie viel Euro kostet in Sachen Energie mein Kühlschrank im Jahr? Normalerweise weiß man das als Verbraucher überhaupt nicht“, sagt Klimaschutzmanager Gunnar Thöle. Eine Analyse mit dem Stromkostenmonitor sorgt für Aufklärung: Ein durchschnittlicher Kühlschrank verbraucht Strom für 70 Euro im Jahr – ein neuer, besonders sparsamer, kühlt für 30 Euro. Auch Stromkosten von Waschmaschinen und Trocknern sowie Fernsehern sollten überprüft werden, rät Thöle. Bei Geschirrspülmaschinen sind die Unterschiede der Geräte im Verbrauch eher gering. „Häufig lohnt sich aber der Anschluss an die Warmwasserleitung. Das gilt auch für Waschmaschinen.“

Beim Kauf der Strommessgeräte hat er sich für ein Modell entschieden, das die Verbraucherzentrale empfiehlt: Es kommt einfach zwischen Steckdose und Gerätestecker, ist einfach zu bedienen und wertet automatisch die letzten 24 Stunden aus. Wer eines der drei Geräte ausleihen möchte, erreicht Gunnar Thöle vom 6. Januar an unter Telefon 04841/67136 oder per E-Mail (klimaschutz@nordfriesland.de).

Wer seine Stromkosten pro Kilowattstunde nicht kennt, kann seine letzte Verbrauchsabrechnung mit ins Kreishaus nehmen, wenn er das Messgerät abholt: Dann stellt Klimaschutzmanager Thöle den Preis gleich ein.

Für Vielfahrer, die jährlich mindestens 12.000 Kilometer mit dem Auto zurücklegen, hat er einen anderen Spartipp: Pro 100 gefahrene Kilometer verursacht ein Elektroauto Stromkosten von lediglich vier bis fünf Euro, wenn es zu Hause aufgeladen wird. Benzin würde das Doppelte kosten.

Unterwegs sind die Aufladekosten noch geringer: Mit inzwischen

40 öffentlichen Stromtankstellen für Pkw ist Nordfriesland unter den ländlichen Räumen der Europäischen Union führend. Das trug dem Kreis gemeinsam mit der „eE4mobile“ eG im November den 2. Platz im Nachhaltigkeitswettbewerb des Landes Schleswig-Holstein ein. An den meisten Stromtankstellen ist der Strom bis auf Weiteres sogar kostenlos.

„Für den Weg zur Arbeit, zum Einkaufen, oder um die Kinder zum Sport zu bringen, reicht ein Elektromobil aus“, wirbt auch Nordfrieslands Landrat Dieter Harrsen für die neue Technik. Für ihn ist die Auszeichnung auf Landesebene ein Beleg dafür, dass der Kreis seinem vom Kreistag beschlossenen Ziel immer näher kommt, bis 2020 der klimafreundlichste Kreis Deutschlands zu sein: „Das setzt aber noch viele Anstrengungen breiter Bevölkerungskreise voraus. Elektromobilität spielt dabei eine wichtige Rolle.“

Die Kreisverwaltung geht mit gutem Beispiel voran: Ein Dienstwagen ist durch ein Elektro-Auto ersetzt worden, weitere werden folgen.

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