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Planung in Breklum : Der Knick soll aus der Straße

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Deutsche Bahn will die Unterführungen Kirchenstraße und Maadeweg in Breklum ändern. Im kommenden Jahr soll mit den Planungen begonnen werden.

Einen Willkommensgruß richtete Bürgermeister Heinrich Bahnsen in der jüngsten Gemeinderatssitzung an die vier seit kurzem in Breklum lebenden syrischen Flüchtlinge. „Schön, dass Sie meiner Einladung gefolgt sind“, freute er sich. Entgegen sonstiger Gepflogenheiten kommunizierten die Gremiumsmitglieder aus diesem Anlass auf Hochdeutsch – anstatt wie sonst auf Plattdeutsch.

Betreut werden die Syrer durch die ehrenamtlichen Kräfte im Amt Mittleres Nordfriesland, in Kürze werden sie am Deutschunterricht teilnehmen. In diesem Zusammenhang berichtete der Gemeinde-Chef, dass der Kirchenkreis Nordfriesland die Pastorin Yvonne Berner als Flüchtlingsbeauftragte eingestellt hat. Bis zum Jahresende werden im Kreisgebiet etwa 630 Flüchtlinge erwartet. Etwa 40 davon werden dem Amt zugewiesen.

Als erfreulich werteten die Mitglieder die Nachricht, dass der eingeplante Fehlbetrag für 2015 von 513.000 Euro im Nachtragshaushalt auf 262.000 Euro, also fast um die Hälfte, sinkt. „Das haben wir Gewerbesteuer-Mehreinnahmen von rund 250.000 Euro zu verdanken. Außerdem wurde der Investitionsplan geändert, nachdem wir das Sanierungsvorhaben Kirchenstraße in das Jahr 2016 geschoben haben“, so Bahnsen. Das Gremium segnete den Nachtrag einstimmig ab.

Zum Projekt Kirchenstraße berichtete der Bürgermeister, dass er im kommenden Monat eine weitere Anliegerversammlung anberaumen werde. Die aus den Vorschlägen der Mitglieder des Anliegerbeirates erarbeiteten Änderungen sollen detailliert vom Planer vorgestellt werden. Die Straße werde zunächst von der Einmündung der Bundesstraße 5 bis zur Bahnunterführung so bleiben wie sie ist. Die Bahn habe nämlich angekündigt, den Bereich der Unterführung verändern zu wollen. „Der Knick soll raus“, so Bahnsen. Gleiches gilt für die Unterführung Maadeweg. Allerdings will die Bahn erst im kommenden Jahr mit der Planung der Projekte beginnen, so dass es wenig Sinn mache, den Kirchenweg westlich der Unterführung schon vorher zu sanieren. Mit den dringend erforderlichen Maßnahmen solle nun zunächst östlich der Unterführung begonnen und diese bis zur Einmündung Am Osterbach fortgeführt werden. Grundsätzlich soll die Kirchenstraße eine Asphaltdecke erhalten. Nur in den Bereichen des Kollegs, Brackerweg, Alte Dorfstraße, Grundschule sowie Friedhof werden speziell an den Querungsbereichen Pflastersteine eingebaut. „Das dient vor allem der Optik und Sicherheit“, so Bahnsen.

Aus den inzwischen vorliegenden Endabrechnungen bezüglich des Projektes Radweg zwischen Breklum und Sönnebüll ergab sich, dass statt der geplanten 230.000 lediglich 215.000 Euro an Investitionskosten erforderlich waren. Davon hat die Gemeinde Sönnebüll laut Verteilerschlüssel 55 Prozent zu tragen, Breklum 45 Prozent – abzüglich Fördermitteln nach dem Gemeindefinanzierungsgesetz in Höhe von 80.500 Euro.

In der Möhlenkoppel werden auf Wunsch von Anliegern die Seitenstreifen mit Rasengittersteinen versehen. Außerdem sollen am Wendehammer weitere Parkplätze entstehen. Vorsorglich wurde für die Feuerwehr eine von der Gemeinde zu tragende Unfallversicherung abgeschlossen. Schließlich gab Mitglied Bruno Schildhauer aus beruflichen Gründen seinen Vorsitz im Bau- und Planungsausschuss ab. Das Gremium votierte einstimmig für Claus Lass als Nachfolger.

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