Pellworm : Der Inselpolizist bleibt noch etwas länger

Noch bis April ist Paul Pastoors im Dienst, dann kommt sein Nachfolger auf die Insel.
Noch bis April ist Paul Pastoors im Dienst, dann kommt sein Nachfolger auf die Insel.

Paul Pastoors hat seinen Dienst um einige Wochen verlängert. Im April kommt sein Nachfolger nach Pellworm.

shz.de von
17. Februar 2017, 09:00 Uhr

Eigentlich sollte Paul Pastoors schon Ende Januar pensioniert werden. Allerdings übernimmt sein Nachfolger nun erst im April. „Im Moment werden noch zusätzliche Lehrgänge belegt und ich wurde gefragt, ob ich damit einverstanden wäre, noch ein paar Wochen hinten dranzuhängen“, sagt Pellworms einziger Polizist. „Da habe ich natürlich Ja gesagt.“

In seinen 14 Jahren Amtszeit auf der Insel hat Paul Pastoors so einiges erlebt. „Eines Morgens schauten meine Frau und ich aus dem Fenster und sahen zwei Pferde herrenlos auf dem Deich stehen“, erinnert er sich zum Beispiel. „Wir haben uns gewundert, wie sie da hinkommen konnten, da der Deich komplett eingezäunt ist.“ Zunächst habe er probiert, die Besitzer ausfindig zu machen – die Pferde konnten allerdings nicht zugeordnet werden. Am Ende stellte sich dann heraus, dass eine Reitergruppe zuvor einen Ausritt durch das Watt bis nach Süderoog gemacht hat. Dort nächtigten sie, die Pferde haben sich nachts allerdings unbemerkt selbstständig gemacht  –und sich durch das Watt und die Priele wieder zurück bis nach Pellworm gekämpft. „Das war schon ein Erlebnis“, sagt er.

Paul Pastoors blickt glücklich auf viele Momente als Polizist auf Pellworm zurück, freut sich aber jetzt auch auf seinen Nachfolger. Der kommt nämlich ebenfalls aus Nordrhein-Westfalen nach Pellworm. Und nicht nur das: „Er wohnte sogar nur zehn Kilometer von meinem alt Heimatort entfernt. Das ist echt ein Zufall.“

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