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Kreis Nordfriesland : Der Haushalt ist deutlich im Aufwind

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Kreis Nordfriesland setzt seinen Konsolidierungskurs fort. Der vom Kreistag beschlossene Haushalt für 2017 sieht einen Schuldenabbau vor.

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erstellt am 17.Dez.2016 | 08:00 Uhr

Für Aktien- und Devisenhändler ist die Sache klar: „The trend is your friend“ – der Trend ist dein Freund. Nun folgt ein kommunaler Etat nicht zwingend Gesetzen an den Börsen, aber Nordfrieslands Kreispolitiker hätten in diesem Fall sicherlich nichts gegen derartige Parallelen einzuwenden. Doch bei all den erfreulichen Ausschlägen im Haushalt und der Tatsache, dass es damit auch wieder mehr Luft zum Atmen gibt: Angesichts von großen Unbekannten – neben der Konjunktur-Entwicklung die immensen Folgekosten eines erfolgreichen Bürgerentscheids zur Gesundheitsvorsorge im Kreis oder finanzielle Auswirkungen des ausstehenden Urteils zur angestrengten Klage gegen das Finanzausgleichsgesetz – bleibt Vorsicht die Mutter der Porzellankiste. Vor diesem Hintergrund drückten die Redner in ihren Stellungnahmen zum am Freitag, 16. Dezember, im Husumer Kreishaus einstimmig verabschiedeten Haushaltsplan 2017 denn auch überwiegend auf die Euphoriebremse.

Den Anfang machte Florian Lorenzen (CDU), der in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Finanzausschusses feststellte: „Zum zweiten Mal nach 2015 beraten wir einen Haushalt von über 300 Millionen Euro.“ Unter dem Strich stehe eine Jahresüberschuss von rund 5,9 Millionen Euro. Durch die geplante ordentliche Tilgung von etwa 4,7 Millionen Euro ergebe sich eine negative Neu-Verschuldung – also de facto eine Entschuldung – von fast 2,1 Millionen Euro. Damit soll der Schuldenstand bei den Investitionen bis Ende 2017 nach Möglichkeit auf 38,9 Millionen Euro gedrückt werden (2015: 42,4 Millionen; 2016: 41 Millionen). Die Gesamtverschuldung steige allerdings um vier auf 57 Millionen Euro – denn während der Kreis den Berg um zwei Millionen abtrage, baue das Klinikum als seine Gesellschaft sechs Millionen an Verbindlichkeiten auf.

Was die Kreisumlage angeht, so kann Lorenzen zufolge nunmehr die Absenkung auf 37,5 Prozent beschlossen werden: „Dadurch verringert sich der geplante Überschuss von 9,2 Millionen um fast 2,8 Millionen Euro.“ Der Kreis rechne 2017 mit höheren Einnahmen. Die Erträge stiegen um 22 Millionen, die Finanzzuweisungen von 98,6 auf 108,5 Millionen Euro. „So können wir auf dieser Seite erneut ein Rekordjahr einplanen.“

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