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Husumer Nachrichten

21. November 2017 | 00:10 Uhr

Ein Schritt weiter : Der Grundstein ist gelegt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Gebäudekomplex der Elsbeth-und-Werner-Tondern-Stiftung in der Bredstedter Osterstraße nimmt Formen an. Dort entstehen 18 barrierefreie Wohnungen für Senioren. Das Millionen-Projekt soll 2015 fertig sein.

von
erstellt am 28.Apr.2014 | 12:00 Uhr

Kellerräume und Bodenplatte stehen. Erste Mauerteile lassen die Grundrisse des Neubaus auf dem Gelände des früheren Möbelhauses Tondern in Bredstedt erahnen. „Die Grundsteinlegung für den Bau von 20 barrierefreien Miet-Wohnungen sowie einer Altenbegegnungsstätte für die Elsbeth-und-Werner-Tondern-Stiftung ist ein wichtiger Meilenstein zum Erhalt und zur Belebung der Osterstraße, nicht zuletzt die Umsetzung des Stiftungsgedankens“, erklärte Bürgermeister Knut Jessen kraft Amtes als Vorsitzender der Stiftung beim Festakt.

Mit von der Partie waren Nachbarn, Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie die Architekten Ursula Limbrecht und Helge Horstmann von der Bürogemeinschaft Böckenholt und Horstmann. In die in den Grundstein eingemauerte Kupferrolle waren eine aktuelle Tageszeitung, die Baugenehmigung mit -zeichnungen, eine Kostenberechnung und Cent-Münzen hineingelegt worden. Die einstige Geschäftsführerin des Möbelhauses, Marlene Ketelsen, legte die letzte handgeschriebene Karte der Eheleute Tondern als besonderes Andenken mit hinein.

Torsten Nissen, Vorsitzender des Stiftungsrates, erläuterte, dass das Objekt bis zum Frühjahr 2015 fertig gestellt sein soll. Im Erdgeschoss wird das Reiseland-Reisebüro von Ute Thomsen einziehen. Das werde für belebte Schaufenster sorgen. Unterhalten wird das Domizil von der Stadt Bredstedt aus den Erträgen der Stiftung. Für das Bauvorhaben konnten vorwiegend Unternehmen aus der kleinen Stadt und der Region beauftragt werden. „Ich wünsche mir, dass durch das Gebäude das Andenken an die großen Bredstedter Elsbeth und Werner Tondern geehrt wird und die Bestimmung als Wohnort und Refugium für ältere Mitbürger dienen kann“, so Nissen. Sein weiterer Wunsch sei, dass damit genau dort, wo die Basis der geschäftlichen Erfolge der Stifter gewesen war, ein wichtiger Beitrag zur Belebung und zum Erhalt der so wichtigen Osterstraße geleistet werden könne. „Nicht zuletzt hoffe ich, dass sich die Investition als krisensichere Anlage bewähren kann, damit die regelmäßigen Erträge aus der Erhaltung des Gebäudes die Finanzierung weiterer Projekte des Stiftungszweckes – Förderung der Altenhilfe – verwirklicht werden kann“, so Nissen weiter. Die geplante Investitionssumme sei mit 3,5 Millionen Euro angesetzt worden.

Knut Jessen blickte zurück. Im April 2011 hatte das Land Schleswig-Holstein die Stiftung offiziell anerkannt und somit auch die Verfügung der Eheleute Tondern abgesegnet. Die hatten im Testament erklärt, dass aus ihrem Vermögen eine Stiftung zur Förderung der Altenhilfe eingerichtet werden soll. Schon vorher waren die ehrenamtlichen Gremien unter Federführung des damaligen Bürgermeisters Uwe Hems, nämlich der Stiftungsvorstand sowie der Stiftungsrat mit fünf Personen, tätig geworden. Für alle stand der Stiftungszweck im Fokus und die Tatsache, dass alles nur durch die Erträge aus dem Vermögen finanziert werden durfte. Nachdem das traditionsreiche Möbelhaus nicht mehr aus eigener Kraft weiter geführt werden konnte, stellte sich die Frage, was mit den fünf vorhandenen Immobilien geschehen sollte. Durch gezielte Verkäufe konnten drei Gebäude einer neuen Nutzung zugeführt werden, nämlich das frühere Möbellager Gartenstraße, das ehemalige „Bandixen-Haus“ sowie das damalige Küchenstudio. Wegen einer weiteren Immobilie werden noch Verkaufsverhandlungen geführt. Das Haupthaus Osterstraße 28 blieb dem barrierefreien Wohnen für ältere Bürger der Stadt sowie der Region Mittleres Nordfriesland vorbehalten. 94 Personen haben bereits Interesse an den 18 Zwei- sowie zwei Drei-Zimmer-Wohnungen mit einer Größe zwischen 52 bis etwa 70 Quadratmetern bekundet. Die Kaltmiete beträgt pro Quadratmeter 6,50 Euro. Sie werden in Kürze angeschrieben, ob noch Interesse besteht, so Jessen. Danach beginne das Auswahlverfahren nach noch vom Stiftungsrat festzusetzenden Bedingungen.

Im Rahmen einer Kaffeetafel blieb danach Zeit zum Gedankenaustausch.

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