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Bauarbeiten im Stadtzentrum : Der grüne Markt wird umgestaltet

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Im Friedrichstädter Stadtzentrum dröhnen die Baumaschinen. Auf dem Grünen Markt entstehen neue Wege und die grauen Stromkästen sollen verschwinden. Die Stadt investiert 30.000 Euro.

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erstellt am 15.Mai.2014 | 15:00 Uhr

Der Lärm ist kaum zum Aushalten. Mitten auf dem historischen Marktplatz in Friedrichstadt dröhnt und donnert es so, dass die Kaffeetassen auf den Tischen der Außencafés zu zittern beginnen. Ein Kombigerät aus Walze und Rüttler zieht gemächlich seine Bahnen auf dem grünen Markt, um die Wege zu verdichten und zu nivellieren. Schließlich soll der Platz spätestens zu den Friedrichstädter Rosenträumen Anfang Juli in neuem Glanz erstrahlen.

Gut 30.000 Euro hat die Stadt für die Baumaßnahmen im Haushalt eingesetzt. Und dafür wird dort eine ganze Menge getan. Die alten Sandwege, die einmal um den Platz herumführen, werden von einem externen Unternehmen komplett saniert. „Unser städtischer Bauhof hat dafür leider keine Kapazitäten frei, der Arbeitsaufwand ist viel zu groß“, sagt dazu Bürgermeister Eggert Vogt.

Doch mit den wassergebundenen Wegen ist die Arbeit nicht beendet. Dicke Stromkabel wurden unter der Ostermarkstraße hindurchgezogen und kommen nun auf dem Grünen Markt wieder an die Oberfläche. Schließlich sind die alten grauen Stromkästen auf dem historischen Platz schon lange dem Denkmalschutz ein Dorn im Auge. Auch dort, wo früher Telefonzellen standen und nun offene Boxen stehen, soll das Areal umgestaltet werden.

Um den Charakter des alten Marktplatzes wieder herzustellen, ist zudem geplant, am Ostteil eine Art Geländer zu errichten. Im Westen des steinernen Marktes steht es schon und erinnert an die Zeiten, als noch die Pferde und Fuhrwerke der Marktbeschicker dort angebunden wurden.

In enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz wird der Grüne Markt gestaltet, denn zusätzlich ist auch noch ein neuer gepflasterter Weg vorgesehen. Der Platz, mitten im Zentrum der historischen Altstadt, beschäftigt die Friedrichstädter Kommunalpolitiker schon seit einigen Jahren, besser gesagt, die Bepflanzung. Denn immer wieder haben sich in der Vergangenheit Probleme mit dem Baumbestand ergeben. Mitten in der Stadt und vom Straßenpflaster umgeben, erkrankten viele der Bäume. Hinzu kam eine rnachlässige Pflege. Der Austausch einiger Linden, der aus der Schatulle des Denkmalschutzes des Landes bezahlt wurde, musste nur ein Jahr später rückgängig gemacht werden. Die recht kräftigen Neuanpflanzungen wurden wieder ausgegraben und an anderen Stellen in der Stadt neu gesetzt, wo sie teilweise auch anwuchsen. Der Grund für diese aufwändige und teure Aktion: Die Kieler Behörde hatte die falschen Lindensorten ausgewählt. Sie waren historisch nicht korrekt und gehörten daher nicht auf den mittlerweile unter Denkmalschutz gestellten Friedrichstädter Marktplatz.

 

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