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RSH-Städte-Challenge in Husum : Der größte Drachen im ganzen Land

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die 18. Station der Städte-Challenge von Radio Schleswig-Holstein wurde von den Husumern mit Bravour gemeistert. Viele packten mit an, um die Aufgabe zu lösen.

„Alles dreht sich bei euch um Wind, ohne Frage euer Element. Gerade jetzt im Herbst. Deshalb prüfen wir heute mit unserer Aufgabe eure Spontaneität und euren Erfindungsgeist: Baut den größten Winddrachen Schleswig-Holsteins und lasst ihn mittags vom Marktplatz aufsteigen“, so lautete die Challenge, die Radio Schleswig-Holstein (RSH) gestern morgen um sieben Uhr bekannt gab. „Übrigens, der größte Winddrachen, der jemals irgendwo abgehoben hat, hatte eine Gesamtfläche von rund 700 Quadratmetern.“

Da Bürgermeister Uwe Schmitz beim Innenminister in Kiel war, übernahm Bürgervorsteher Peter Empen die Organisation. Schon eine Stunde nach Bekanntgabe der Aufgabe stand der Plan und auf dem Marktplatz herrschte reges Treiben. Sponsoren wie C. G. Christiansen spendeten Material, Handwerker der Stadt und Tischler des Handwerksbetriebs MMP arbeiteten gemeinsam daran, das Projekt umzusetzen. „Ich bin mit ganzem Herzen Husumer und will meine Stadt natürlich unterstützen“, sagte Tischlermeister Maik Petersen, Inhaber von MMP, der mit drei Mitarbeitern vor Ort war. „Für uns war es also klar, dass wir auf jeden Fall mitmachen werden.“ Als Belohnung winkte eine Spende von 2500 Euro für eine gemeinnützige Organisation vor Ort. Acht mal fünf Meter maß der Drachen, den die fleißigen Helfer auf dem Marktplatz zusammen bauten. „Viel größer können wir ihn nicht machen, wir müssen ja auch auf die Sicherheit der Zuschauer achten, besonders die der Kinder“, gab Peter Empen zu bedenken. Wenn auch kein neuer Weltrekord aufgestellt werden konnte – der größte Drachen Schleswig-Holsteins war es bestimmt.

Unterstützung erhielten die Handwerker unter anderem vom Messe-Team der HusumWind und von den Schülern der Beruflichen Schule Husum. Die angehenden sozialpädagogischen Assistenten und Heilerziehungspfleger waren vor Ort und kümmerten sich um die farbenfrohe Dekoration. „Wir kommen aus dem sozialen Bereich. Deswegen ist es selbstverständlich für uns, zu helfen“, sagte Lehrerin Inke Seeger. „Außerdem passt es auch ganz gut zu unserem Unterrichtsziel, denn die Schüler sollen später ja auch mit Kindern basteln.“ Kinder des dänischen Kindergartens und der Kindertagespflege des Kinderschutzbundes waren ebenfalls mit kleinen selbstgebastelten Drachen vor Ort.

Je weiter der Vormittag voran schritt, desto mehr füllte sich der Marktplatz. Gegen zehn Uhr war der Drachen so weit, dass er gedreht und bemalt werden konnte. Um elf rückte dann die Feuerwehr mit fünf Einsatzkräften an. Denn bei strahlendem Sonnenschein und makellos blauem Himmel wehte kein Lüftchen. Und so vertäuten sie den Drachen an der 30 Meter langen Feuerwehrleiter.

Pünktlich um zwölf Uhr hob der Drachen ab und schwebte fast 20 Meter über dem Marktplatz. „Challenge gemeistert!“ verkündete RSH-Moderator Volker Mittmann von der Showbühne und überreichte Peter Empen einen Scheck, den er an die Husumer Tafel weitergab. „Wir können das Geld gut gebrauchen und werden es unter anderem für den Unterhalt der Kühlwagen verwenden“, sagte Dieter Pelties vom Diakonischen Werk Husum.

Und dann? „Was wir mit dem Drachen machen wollen, wissen wir noch nicht“, sagte Peter Empen. Und hatte eine Idee: „Vielleicht versteigern wir ihn und geben den Erlös ebenfalls an die die Tafel?“

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