zur Navigation springen

Debüt-Roman eines Struckumers : Der Gärtner kennt den Mörder

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ernst Friedrichsen veröffentlicht mit 60 Jahren sein erstes Buch „Haus im Grünen – Hausgeist inklusive“. Der Krimi des Garten- und Landschaftsbauers spielt in Nordfriesland.

von
erstellt am 03.Mär.2016 | 07:00 Uhr

Eine Slapstick-Kriminal-Komödie nach amerikanischem Vorbild in Nordfriesland. Ernst Friedrichsen hat sich getraut, seinen Erstling stilistisch in der Kategorie der Hollywood-Filme Lethal Weapon oder Beverly Hills Cop aus den späten achtziger Jahren anzusiedeln. Geographisch pendelt der Autor in seinem Werk zwischen Südtondern, Flensburg und Duisburg. Selbst lebt der 60-Jährige mit seiner fünf Jahre jüngeren Ehefrau in Struckum.

Die Hausfrau liebt den Humor ihres Mannes. „Ich wusste aber gar nicht, was gedanklich alles in ihm schlummert“, gesteht Birgit Friedrichsen, die sich selbst als Bücherwurm bezeichnet. Denn eigentlich liest die 55-Jährige mehr als ihr Ehemann. Freunde und Verwandte hätten auch eher ihr nachgesagt, dass eine Schriftstellerin aus ihr werden würde.

Doch dann kam es nach 35 Ehejahren anders. Der Gärtner war es, der einen Krimi liefert. Ernst Friedrichsen wurde krank und las nun auch mehr. Tatsächlich arbeitet Friedrichsen seit 31 Jahren bei der Stadt Husum als Gärtner. Er schreibt sich Geschichten auf, führt eine Art Tagebuch oder Berichtsheft über Skurrilitäten in seinem Arbeitsleben. Mystisch mischt sich ein Geist in seine Gedanken. Die Fragmente aus seinen Erinnerungen ergeben immer mehr ein Bild. Puzzleteile fügen sich aneinander. Vielleicht reinigt Friedrichsen auch gedanklich seine Tatorte. Denn der Nordfriese hegt nicht nur eine tiefe Bewunderung für Pflanzen, sondern auch für Bjarne Mädel. Der Schauspieler ist im Fernsehen aus Serien wie dem Tatortreininger oder Mord mit Aussicht bekannt. Humoristisch ein passender Vergleich zu Friedrichsens Debüt-Roman: „Haus im Grünen – Hausgeist inklusive“.

Birgit Friedrichsen war die erste Leserin. „Ich war immer gespannt auf das nächste Kapitel“, erzählt die zweifache Mutter und Oma einer Enkelin. Ihr Mann schafft in seinem Buch eine sprachliche Verbindung zwischen dem Vokabular der Band Torfrock und einem frivolen Unterton. „Das ist aber Absicht“, betont Friedrichsen, der mittlerweile wieder bei bester Gesundheit ist. Jedoch sei sein Buch eine Mischung aus Liebes- und Geistergeschichte sowie Krimi. Allerdings gespickt mit Klischees soweit das Auge reicht. Als allwissender Erzähler neigt der Autor dazu, dem Leser auf den Geist zu gehen. Denn: In seinem Buch geht es auch um den Hausgeist Alfons. „Ich habe noch niemanden getroffen, der gesagt hat, es gefällt mir nicht“, berichtet allerdings seine Ehefrau.

Ernst Friedrichsen erzählt in seinem Roman von einer Kommissarin und ihren lebendigen und toten Verehrern. Die Kriminalbeamtin Sibylle Raumann lässt sich nach Flensburg versetzen, um endlich aus ihrer Fernbeziehung etwas Festes zu machen. Dort bekommt sie einen Kollegen zugeteilt, der ihr den Hof macht. Vielmehr drängt sich ein 250 Jahre alter Geist in ihr Leben. Der wiederum inhaliert förmlich den ganzen Kaffee in ihrem Haus, das zwischen Süderlügum und Leck liegt. An dieser Stelle verquicken sich für Birgit Friedrichsen auch starke Wesenszüge des Autors mit einem der Protagonisten. Mehr wird aber nicht verraten. Denn am Ende steht die Polizistin nicht nur vor einem ungelösten Mordfall, sondern hat auch noch jede Menge Verehrer. Ein Gangster, der Sibylle Raumann Killer auf den Hals hetzt, macht den Fall noch brisanter.„Mein Mann ist auch ein bisschen Alfons“, verrät die Ehefrau dann doch. Er sei auch ein Kaffee- und Kuchenliebhaber. Seit zwei Monaten ist nun das Buch „Haus im Grünen – Hausgeist inklusive“ von Ernst Friedrichsen im Tredition Verlag unter der ISBN 978-3-7345-0076-3 ab 12,80 Euro erhältlich.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen