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In gutem Zustand : „Der Deich ist winterfest“

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Auf Nordstrand begutachteten Teilnehmer der Herbstschau die Großbaustelle am Alten Koog, wo das Küstenbollwerk erhöht wird. Es ist für den Winter gesichert, hieß es. Im Falle einer sehr schweren Sturmflut stehe Personal und Gerät zur Sicherung bereit.

„Die Hochwassersicherheit im Bereich der Baustelle Nordstrander Damm am Alten Koog ist sichergestellt, der Deich ist winterfest“, betonte Dr. Johannes Oelerich bei der gemeinsamen Herbstdeichschau in den Bereichen der Deich- und Hauptsielverbände (DHSV) Nordstrand und Husum-Nord. Restarbeiten zur Wintersicherung werden in den nächsten Tagen abgeschlossen, machte der Direktor des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) deutlich.

„Ich habe das Gefühl, dass die Deiche in einem guten Zustand sind“, so Oelerich vor Beginn der Sichtung. Am Ende der Schau konnten die Teilnehmer dieser Einschätzung folgen. Bedenken über die Hochwassersicherheit an der Großbaustelle am Alten Koog – hier wird der Deich auf einer Länge von rund 2,5 Kilometern mit einem neuen Profil erhöht – und Änderungen im Planfeststellungsbeschluss, räumte der Direktor aus. „Die Änderungen haben bei uns zu Irritationen geführt, wir wurden nicht ausreichend informiert“, monierte Oberdeichgraf Kurt Maart. „Wir haben alles öffentlich gemacht“, machte Oelerich insbesondere auf die zusätzlich errichtete Anlegestelle für den Sandtransport mit Schuten deutlich. So werde der Fährverkehr im Hafen nicht gestört und die Sandentnahme aus der am besten geeigneten Stelle im Rungholtsand könne reibungslos zur Deichverstärkung am Alten Koog transportiert werden.

Die Probleme, die es zu Beginn der Bauarbeiten mit der Standfestigkeit des Untergrunds gegeben hatte, sind gelöst. Anhand eines Modells erläuterte Günter Kruse vom LKN, wie man mit Geowaben auf Flies den Baugrund gesichert hat. „Bis heute haben wir eine Strecke von 300 Metern fertig gestellt. Die Deichkrone wird jetzt provisorisch dicht gemacht.“ Das Deckwerk in diesem Bauabschnitt wird wegen der zu erwartenden Setzungen erst im kommenden Jahr verklammert. In einem kurzen Bereich vom Hafen Strucklahnungshörn bis zum Alten Koog ist bisher lediglich Klei aufgeschüttet worden. Dort befürchtet Nordstrands Bürgermeister Werner Peter Paulsen eine Schwachstelle in den Wintermonaten. Das konnten die Fachleute vom LKN ausräumen. Darunter befindet sich nach wie vor das alte Steindeckwerk. Das wurde mit Steinaufschüttungen zusätzlich gesichert. „Was war, ist wieder hergestellt worden“, machte Oelerich deutlich. Sollte wider Erwarten eine sehr schwere Sturmflut vorhergesagt werden, habe man vorgesorgt. Dann stünden Bagger und zusätzliches Personal bereit. Eine solche gefährliche Flut hat es allerdings in den vergangenen 30 Jahren nicht gegeben.

Im Bereich des Pohnshallig-Koogs überzeugten sich die Schauteilnehmer von der Wirksamkeit eines rund 600 Meter langen Entwässerungsgrabens im Innendeich. Der wurde mit einem Schottergemisch verfüllt. Das war erforderlich, weil immer wieder zu viel Wasser austrat, wie LKN-Baubetriebsleiter Dieter Schultz erklärte. Am Süderhafen-Siel begutachteten die Gruppe die fortschreitenden Arbeiten an den Antrieben für die Schütztafeln.

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