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Im Vorfeld der Husumer Windmesse : Der Blick von oben ist unbezahlbar

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bei der „Husum Wind“ vom 15. bis 18. September ist auch der vor Ort ansässige Hersteller Senvion vertreten – ein attraktiver Arbeitgeber für angehende Mechatroniker.

shz.de von
erstellt am 27.Aug.2015 | 13:00 Uhr

Felix Petersen hat es bald geschafft. Im kommenden Januar ist nach dreieinhalb Jahren seine Ausbildung beendet – und er darf sich Mechatroniker nennen. Bei Senvion in Husum lernt der 21-Jährige, wie er später für eine reibungslose Funktion der Systeme einer Windkraftanlage sorgen kann. Noch hat er keinen Bescheid, ob er später übernommen wird und in Husum bleiben kann, sein Wunsch wäre es schon. Bereut hat er die Berufswahl auf jeden Fall nicht. Auch Thies Erichsen (18), der ins Abschlusslehrjahr kommt, ist begeistert von der Vielfalt an Möglichkeiten: „Ich liebe Aufgaben, die anspruchsvoll sind. Die Anforderungen an Mechatroniker sind sehr abwechslungsreich und ‚unterwegs sein‘ macht mir viel Spaß.“

Eine Aussage, die der Leiter der gewerblichen Ausbildung am Standort Husum, Jürgen Michelsen, gerne bestätigt. „Mechatroniker ist ein gefragter Beruf und hat viele Facetten. Zu den Tätigkeiten, die man lernt, gehören das Bearbeiten von mechanischen Teilen, das Zusammenfügen von Baugruppen und Komponenten zu mechatronischen Systemen, das Montieren von Komponenten, das Programmieren von Steuerungen, Planung von Arbeitsabläufen sowie die Inbetriebnahme und Störungsbehebung mechatronischer Systeme.“

In der Regel bildet Senvion für den Eigenbedarf aus, denn der weltweit agierende Hersteller von Windanlagen im On- und Offshore-Bereich braucht gute Fachkräfte. Michelsen selbst schult seine Auszubildenden vornehmlich im mechanischen Teil, während sein Partner René Rodewald den Part der Elektronik übernimmt. Sechs Auszubildende finden jedes Jahr Platz in Husum. Manche legen auch vorzeitig ihre Prüfung ab, wenn sie etwa mit Abitur direkt im zweiten Lehrjahr einsteigen oder schon eine andere, passende Ausbildung absolviert haben. Manche schließen noch ein Studium an. Windkraft ist zukunftsweisend, da sind sich alle einig. Die Bewerbungsfrist für den Ausbildungsbeginn läuft am 15. März 2016 ab. Bewerben kann man sich ausschließlich online über www.senvion.com im Bereich Jobs und Karriere  /  Einstieg  / Berufsausbildung.

Grundvoraussetzung für das Berufsbild des Mechatronikers sollten ein Realschul- oder ein guter Hauptschulabschluss sein, Fitness und Höhentauglichkeit sind ebenso gefragt wie technisches Verständnis und räumliches Vorstellungsvermögen. Auch Selbstständigkeit und Eigeninitiative, Kommunikations- und Teamfähigkeit sind gern gesehene Eigenschaften. „Und ein bisschen flexibel sollte man auch sein“, so Michelsen, Reisefreudig etwa, wenn man sich später um Anlagen auf der ganzen Welt kümmern will.

Am Standort in Husum gibt es eine eigene Elektro- und Metallwerkstatt für die Ausbildung der jungen Gesellen, hier finden auch die Grundlagenkurse und Prüfungen statt. Im dritten und vierten Lehrjahr sind die Auszubildenden auch mit den Servicetechnikern vor Ort im Einsatz und lernen ganz praktisch die Wartungsarbeiten kennen. Im Notdienst werden Störungen behoben oder auch Reparaturen vorgenommen. Schlecht verdient ein Mechatroniker übrigens auch nicht, denn Zulagen machen diesen handwerklichen Beruf besonders attraktiv. „Mechatroniker der ersten Jahrgänge sind inzwischen zudem schon in den Verkauf gegangen oder wurden Ingenieure“, ergänzt Michelsen. Ein Beweis mehr, dass dieser Beruf nicht mit der Lehre endet, sondern noch viele weitere Karrierechancen beinhaltet.

Felix Petersen fasst es auch gerne so zusammen: „Draußen auf der Anlage zu sein und von dort den Ausblick zu haben, ist einfach das Größte. In den Reußenkögen zum Beispiel kann man aus gut 100 Metern Höhe bei gutem Wetter bis Sylt und Dänemark schauen.“ Freiheit, die fast grenzenlos ist, was will man mehr  .  .  .

Zahlen und Fakten

Die Senvion GmbH ist einer der weltweit führenden Hersteller von Windenergieanlagen im On- und Offshore-Bereich. Das Unternehmen produziert und vertreibt Anlagen mit Nennleistungen von zwei bis 6,15 Megawatt und Rotordurchmessern von 82 bis 152 Meter. Weltweit hat Senvion etwa 3400 Mitarbeiter, am Standort Husum (Rödemishallig) sind es etwa 300. Weitere deutsche Niederlassungen befinden sich in Hamburg, Büdelsdorf  / Osterrönfeld, Bremerhaven, Trampe und Osnabrück. Dem Kunden werden neben der Produktion auch Service, Transport und Installation angeboten. Auf der „Husum Wind 2015“ (15. bis 18. September) ist die Firma an Stand 1C07 zu finden. Nähere Informationen sind im Internet unter www.senvion.com erhältlich.

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