zur Navigation springen

Kurs für Trauerbegleiter : Den Sterbenden und ihren Angehörigen zur Seite stehen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Hospizdienst Husum und Umgebung bietet auch 2014 eine einjährige, dreigeteilte Ausbildung für Begleiter an. Der letzte derartige Kurs endete im Dezember und brachte 14 neue ehrenamtliche Mitarbeiter für das Hospiz.

Abschiede gehören zum Leben dazu. Doch besonders die Begleitung Schwerkranker und Sterbender ist für viele Menschen inzwischen aus verschiedenen Gründen schwierig. Um hier und in der Arbeit mit Trauernden professionell unterstützen und begleiten zu können, werden in Hospiz-Ausbildungen in Husum regelmäßig Begleiter geschult. „Die ehrenamtlichen Hospiz-Begleiter stehen Betroffenen und ihren Angehörigen zur Seite. Sie bringen Zeit mit, nehmen Anteil und sind Gesprächspartner“, erklärt Edeltraut Jahns-Reinfeld, die Koordinatorin des Vereins Hospiz-Dienst Husum und Umgebung. „Bei Ihren Begegnungen und Gesprächen mit Hospiz-Begleitern können Sie darauf vertrauen, dass jeder einen qualifizierten Hintergrund hat.“

Der nächste Info-Abend für an einer entsprechenden Ausbildung Interessierte findet am Mittwoch, 26. Februar, ab 18 Uhr in den Räumlichkeiten des Ambulanten Hospiz-Dienstes, Nordhusumer Straße 11, statt. Die Mitglieder des Vereins freuen sich immer wieder über Verstärkung für den Ambulanten Hospiz- und Palliativen Beratungsdienst Husum und Umgebung. Und, so heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins weiter, die Kurse stellten für alle Teilnehmer jedes Mal auch eine wertvolle Selbsterfahrung dar.

Im vergangenen Dezember haben 17 Hospiz-Begleiterinnen den jüngsten Befähigungskurs beendet. 14 von ihnen werden ehrenamtlich für den Hospiz-Dienst weiterarbeiten. Der Kurs dauerte ein Jahr und war in drei Teile gesplittet – alle Treffen fanden in der Evangelischen Familienbildungsstätte, Woldsenstraße 45-47, statt.

Im ersten Abschnitt gab es folgende Schwerpunkte: Rückblick auf die eigene Biografie, die Geschichte der Hospizbewegung, verbale und nonverbale Wahrnehmung, Kommunikation sowie Vorbereitung auf das Praktikum in einer Alten- und Pflegeeinrichtung. In diesem dreimonatigen Praktikum – quasi der zweite Part – konnte dann das theoretische Wissen geübt werden: Wie schaffe ich es, mit einem mir fremden Menschen ins Gespräch zu kommen? Wie gehe ich mit meinen eigenen Gefühlen um, wenn ich mich in einer Einrichtung zurecht finden muss? Wie rede ich mit Personal? Im dritten Teil der Qualifikation wurden die Themen Diagnose, Hoffnung, Möglichkeiten der Versorgung im Gesundheitssystem in der letzten Lebensphase sowie Tod und Trauer vertieft.

„Ich bedanke mich bei allen Heim- und Pflegedienstleitungen für die gute Zusammenarbeit. Während des Praktikums haben Fallbesprechungen stattgefunden, bei den gemachten Erfahrungen gab es auch einige humorvolle Begegnungen“, so Jahns-Reinfeld. „Zum Schluss des Praktikums musste Abschied genommen werden – was einigen Teilnehmerinnen nicht leicht fiel. Doch wir sind trotzdem auch schon voller Vorfreude auf den nächsten Kurs und hoffen, dass sich dieses Mal auch wieder einige Männer angesprochen fühlen, sich auf einen Kurs einzulassen.“

Weitere Infos sind im Internet unter www.hospizdienst-husum.de erhältlich.

zur Startseite

von
erstellt am 05.Jan.2014 | 07:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen