Straßenlärm in Struckum : Dem Krach ein Ende setzen

25 Jahre Protokollführung: Arno Hansen (links) wurde von Bürgermeister Andreas Petersen geehrt.
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25 Jahre Protokollführung: Arno Hansen (links) wurde von Bürgermeister Andreas Petersen geehrt.

Die Gemeindevertreter befassten sich mit dem Lärmaktionsplan. Ein Gutachten sieht die zukünftige Sanierung des Straßenbelages vor.

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18. Mai 2018, 12:00 Uhr

Seit Jahren plagt viele Struckumer eine erhebliche Lärmbelästigung durch die Bundesstraße 5. Auf der jüngsten Versammlung stimmten die Gemeindevertreter nun für eine Fortschreibung des Lärmaktionsplanes, um den Beeinträchtigungen Einhalt zu gebieten.

Der Plan hatte bereits im vergangenen Monat öffentlich ausgelegen. Einwendungen wurden nicht erhoben. Zuletzt wurde als Maßnahme die Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h reduziert. Dennoch gebe es immer noch zu hohe Dezibel-Zahlen, informierte Bürgermeister Andreas Petersen. 20 Anwohner seien geschätzt ganztägig hohen Belastungen von 65 bis 70 dB(A) ausgesetzt, 30 nachts mit 55 bis 60 dB(A), 100 ganztägig bis zu 65 db(A) sowie 50 in der Nacht bis 55 dB(A) belastet.

Um den Lärmpegel weiter zu reduzieren, wird laut Gutachten eine zukünftige Sanierung des Straßenbelages mit einem geräuschreduzierten Asphaltbelag empfohlen.

In einem Teilbereich ab der Straße Raade (südliche Ortseinfahrt) bis zur Hauptstraße 24 liegen 16 Häuser, die neben der Lärmbelastung durch die B 5 von einer weiteren Lärmquelle, nämlich der Bahnstrecke Hamburg/Westerland, betroffen sind.

„Das wird erst anders, wenn irgendwann die Umgehungsstraße kommt. Mit dem Aktionsplan verleihen wir der Forderung Nachdruck“, so Petersen.

Weiter votierte das Gremium für die Vergabe von Arbeiten an maroden Seitenstreifen auf den Straßen der Kommune mit einem geschätzten Gesamtvolumen von 6000 Euro. Eine Straßenlampe soll im Fehsholmer Weg in Höhe des Fußweges Kirchsteig installiert werden.

Nachträglich ratifizierten die Gremiumsmitglieder den Kauf eines Fahrzeuges für die Bauhofmitarbeiter. „Beim letzten Mal habe ich vergessen darüber abstimmen zu lassen, aber im Grundsatz waren wir uns ja einig“, so der Bürgermeister. Da ein günstiges Vehikel – ein VW Caddy mit Aufsatz für Arbeitsgeräte und Anhängerkupplung, Baujahr 2014, mit neuem Tüv – gefunden worden war, habe Handlungsbedarf bestanden. Auch der Preis von 10 500 Euro stimmte und lag 4000 Euro unter dem Betrag, der im Haushalt vorsorglich dafür eingestellt worden war.

Zwei gute Nachrichten hatte Petersen zudem im Gepäck: „Das Land wird uns für Infrastrukturmaßnahmen in der Gemeinde 10 287 Euro zur freien Verwendung zahlen. Darüber mag der neue Gemeinderat abstimmen. Außerdem hat das Wartehäuschen an der Bushaltestelle ein neues Dach bekommen.“

Abseits der Abstimmung über die diversen Tagesordnungspunkte der letzten Versammlung vor der konstituierenden Sitzung am 11. Juni, hielt Petersen noch eine Überraschung bereit. Der Bürgermeister überreichte dem Protokollführer Arno Hansen, seines Zeichens Koordinator für kommunalrechtliche Angelegenheiten sowie Bauleitplanung beim Amt Mittleres Nordfriesland, eine Urkunde. „Du hast 25 Jahre kontinuierlich und sauber Protokoll geführt. Das ist nicht selbstverständlich, denn in vielen Gemeinden wurde gewechselt“, erklärte der Gemeinde-Chef.


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