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Husumer Nachrichten

18. Dezember 2017 | 04:36 Uhr

Winterwanderung : Dem eisigen Wind getrotzt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

20 Gäste nutzten auf Nordstrand die Gelegenheit, bei einer Wanderung am Deich viel Neues zu erfahren. Ein Rungholt-Experte und eine Wattführerin beantworteten Fragen. Eine Besichtigung des Schiffs „Eiswette“ fiel flach, weil der Wasserstand im Hafen zu niedrig war.

Ein eisiger Ostwind fegt über die Deichkrone am Strucklahnungshörner Hafen. Interessant gestalten Nationalpark-Wattführerin Cornelia Mertens und Rungholt-Experte Robert Brauer die vierte Winterwanderung des Handels-, Gewerbe- und Vermieter-Vereins (HGV) Nordstrand in Folge. Im Mittelpunkt steht das Thema Deicherhöhung. Keine Frage zur Küstenschutzmaßnahme bleibt im Windschatten der mittlerweile geschlossenen Gaststätte „Op de Diek“ unbeantwortet. Schließlich der Höhepunkt: die muntere Schar von 20 Gästen wird von Vereins-Chef Ralph Betzgen mit Genehmigung des Bauherrn, dem Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz, direkt auf das Baustellengelände geführt.

Zeit für vertiefende Gespräche gibt es schließlich in der Gaststube des Restaurantes „Zur Nordsee“ am Norderhafen. Wärmende Getränke und ein deftiges Grünkohlessen lassen die Kälte draußen vergessen. Der Löwenanteil der Teilnahmegebühr sowie weitere freiwillige Spenden werden der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zur Verfügung gestellt. „Wir möchten mit der Aktion ein Zeichen setzen für die wichtige Arbeit der Nordstrander Seenotretter“, so der HGV-Vorsitzende. Die Besichtigung des Seenotrettungskreuzers „Eiswette“ als ein weiteres I-Tüpfelchen der kleinen Exkursion fällt aus Sicherheitsgründen aus: Es ist Niedrigwasser. „Wir wollen ein Unfallrisiko für die Besucher vermeiden. Der Abstieg von der Hafenkante auf das Schiff wäre zu steil gewesen“, so Betzgen. Dennoch steht die Mannschaft parat. Die Männer beantworten Fragen zu ihrer Arbeit. Auch das Thema Rungholt kommt zur Sprache. Brauer erklärt alles über die 1634 untergegangene Region, berichtet über Andreas Busch und den Stand der Rungholtforschung.

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